EHC München 1:5 in Wolfsburg, aber: "Der EHC als Vorbild“

Der DEL-Aufsteiger EHC München hat viel Grund zum Jubeln. Foto: sampics/Augenklick

MÜNCHEN - Auch wenn der EHC München am Sonntag in Wolfsburg unter die Räder geriet: Der Aufsteiger begeistert die Liga - und Eishockey-Legende Erich Kühnhackl: "Die Erfolge des EHC sind kein Zufall!"

 

Nein, auf die Tabelle wollen sie beim EHC München weiter nicht so recht schauen. „Dass wir noch dem 13. Spieltag Tabellenführer waren, das war ganz nett, aber das ist auch ganz schnell nur Augenwischerei“, sagt EHC-Manager Christian Winkler. Richtig, denn am Sonntag setzte es eine deutliche 1:5-Niederlage (0:4, 1:0, 0:1) bei Liga-Primus Wolfsburg – das erste Drittel wurde völlig verpennt, Felix Petermanns Treffer konnte keine Wende einläuten. Plötzlich ist der EHC nur mehr Tabellenfünfter.

Dennoch kennt die Begeisterung über den DEL-Neuling keine Grenzen. So sagte etwa Rick Adduono, der Trainer der Krefeld Pinguine, bei denen der EHC am Freitag knapp mit 2:3 verloren hatte: „Der EHC ist der beste Aufsteiger, den es jemals in der DEL gab. Die meisten Aufsteiger haben lange gebraucht, um sich an die DEL zu gewöhnen. Der EHC München nicht.“

So sieht es auch Deutschlands Eishockey-Legende Erich Kühnhackl, der am Sonntag seinen 60. Geburtstag feierte. Der Jubilar gratuliert dem Aufsteiger. „Man kann den EHC nur beglückwünschen. Ich habe mir schon einige Spiele der Münchner in dieser Saison angeschaut und ich war wirklich begeistert“, sagte Deutschlands Eishockeyspieler des vergangenen Jahrhunderts der AZ. „Die spielen in keinem Moment wie eine Zweitliga-Mannschaft. Sie haben die Geschwindigkeit, die Härte einer gestandenen DEL-Mannschaft“, weiß Kühnhackl, „und das sage ich nicht, weil die Resultate so toll sind, sondern weil der EHC so toll spielt. Was da in München passiert, ist kein Zufall. Da wurde auf allen Ebenen sehr gut gearbeitet – nicht nur im sportlichen Bereich, sondern auch in der Organisation insgesamt. Der EHC kann als Vorbild für andere Vereine dienen.“

Matthias Kerber

 

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