EHC: Der Nächste geht Schymainski: "Wir bleiben Freunde"

Schon ein Bild aus vergangenen Tagen: EHC-Stürmer Martin Schymainski beim Torjubel. Foto: Roth(augenklick

Martin Schymainski verlässt den EHC nach vier Jahren. Das Heimweh, aber auch die fehlende Spielzeit setzen ihm zu. Doch Schymmi spricht schon von Rückkehr

 

AZ: Hallo Herr Schymainski, nach vier Jahren beim EHC wechseln sie zu den Krefeld Pinguinen – das ist kein sportlicher Fortschritt!
MARTIN SCHYMAINSKI: Aber auch kein Rückschritt. Ich möchte den Pinguinen ein bisschen was zurückgeben. Dort habe ich das Eishockey spielen von klein auf gelernt.

Auch der EHC wollte mit ihnen einen neuen Vertrag abschließen, war das Angebot nicht gut genug?
Die Entscheidung ist mir ja nicht leicht gefallen. So ist das eben im Sport, irgendwann geht man. Ich will jetzt auch nicht „Auf nimmer Wiedersehen” sagen – vielleicht bekommt man irgendwann einen Anruf, und schon bin ich wieder da.

Also hat doch das Heimweh nach dem Ruhrpott gesiegt.
Sicher war der Pott auch ein Faktor, aber das Heimweh war nicht der Hauptgrund. Ich sitze ja nicht vier Jahre hier und habe jeden Tag Heimweh. Trotzdem muss ich sagen: München ist meine zweite Heimat, das hat mir auch Manager Christian Winkler immer wieder gesagt. Und bloß weil ich jetzt weggehe, wird unsere Freundschaft sicher nicht zerbrechen. Wir bleiben Freunde.

Am meisten haben Sie in München eine gute Currywurst vermisst. Haben Sie ihr Pensum schon wieder aufgefüllt?
Ich bin jetzt seit sieben Tagen in Duisburg und habe schon vier Stück mit Pommes gegessen. Aber jetzt muss ich aufhören, sonst werde ich fett.

Das würde den EHC freuen, denn in der vergangenen Saison trafen sie vorzüglich gegen Ihre Ex-Klubs.
Vor allem gegen Augsburg macht es mir am meisten Spaß, da freue ich mich am meisten über meine Tore. Jetzt werde ich auch gegen München alles geben – und die EHC-Fans werden mich jetzt eben in einem anderen Trikot sehen, wie ich 100 Prozent gebe.

Das durften Sie beim EHC zuletzt nicht mehr, Ihre Eiszeit wurde in der Saison immer weniger. Ärgert Sie das noch?
Klar, ich hatte keine einfache Saison. Ich musste immer mit anderen Leuten zusammen spielen. Zufrieden war ich nicht gerade. Letztes Jahr durfte ich auch noch Überzahl spielen und habe insgesamt 16 Tore geschossen. Keine Ahnung warum ich nicht mehr ran durfte, ich habe auf jeden Fall immer alles gegeben, selbst beim Training. Aber wenn der Trainer meint, das ist richtig, dann muss ich das eben akzeptieren.

Was hat Ihnen im Rückblick am besten gefallen?
Es waren so viele coole Sachen mit dabei. Wenn ich da jetzt so nachdenke, tut der Abschied gleich noch mehr weh. Vielleicht, dass ich mich mit jedem so gut verstanden habe, vom jüngsten Spieler bis zum Ältesten. Selbst mit den Kindern von Jason Ulmer hatte ich immer richtig viel Spaß. Vielleicht komme ich ja doch noch einmal zurück.

 

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