Effenberg will einen Job Bayern-Trainer? "Traue ich mir zu"

Stefan Effenberg ist seit März 2012 im Besitz der DFB-Fußball-Lehrer-Lizenz. Foto: dapd

Wer will ihn? Stefan Effenberg würde gerne einen Verein als Trainer übernehmen - allerdings hat er dabei ganz spezielle Vorstellungen. Wie üblich sind diese nicht gerade bescheiden.

 

München - Früher war er der Tiger, heute will er lieber der Trainer sein: Stefan Effenberg, ehemaliger Kapitän des FC Bayern und Champions-League-Sieger 2001, will nun als Fußball-Lehrer durchstarten. Wie genau das laufen so, da hat der 44-Jährige klare Vorstellungen - und dabei spielt auch Bayern eine Rolle.

Stefan Effenberg in der "Bild am Sonntag" über...

...ihn als Trainer des FC Bayern: "Ja, das traue ich mir zu. Ob es dazu kommt, ist allerdings eine andere Geschichte. (...) Ich hatte in meiner ganzen Karriere Druck. Wenn ich den nicht aushalten könnte, hätte ich nicht die Fußball-Lehrer-Lizenz machen dürfen. Wer als Trainer mit Druck nicht umgehen kann, muss eine Theken-Mannschaft trainieren und keinen Profi-Verein."

...seinen Traumjob als Trainer: "Mein Anspruch ist es, einen Verein zu trainieren, bei dem ausreichend sportliche Qualität vorhanden ist. Ein Verein, der wirtschaftlich gut aufgestellt ist. Der auch mal einen Spieler kaufen kann, damit man langfristig etwas aufbauen kann. (...) Ich möchte einen Verein trainieren, der Potenzial hat. Mit dem ich das internationale Geschäft erreichen kann. Ein Verein, bei dem es an einem selbst liegt, was man daraus macht - der keinen großen Zwängen unterliegt. Das kann in der Bundesliga oder im Ausland wie England, Schweiz oder Österreich sein. (...) Wichtig für mich ist, dass der erste Schuss sitzt."

...einen möglichen Start als Co-Trainer: "Ganz ehrlich: Wie soll das gehen? Man bräuchte einen Cheftrainer, der mich an seiner Seite akzeptieren würde und ich glaube, das ist verdammt schwierig. Ich bin von meinem Wesen her auch kein Co-Trainer. Wenn es darum geht, Erfahrungen zu sammeln, mache ich das lieber im Hintergrund und schaue José Mourinho in Madrid oder Alex Ferguson bei ManU über die Schulter."

...den Unterschied zwischen dem Spieler und dem Trainer Effenberg: "Es ist klar, dass man Emotionen nicht ganz kontrollieren kann. Ich würde sie als Trainer an der Seitenlinie aber nie in dem Maße rauslassen wie früher auf dem Platz. Ich kann als Trainer keine Zweikämpfe bestreiten. Als Trainer musst du Vorbild sein, da kannst du nicht die ganze Zeit gegen Koffer treten. Im Vergleich zu früher ruhe ich heute viel mehr in mir."

 

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