Effekten Gewinnmitnahmen drücken Dax leicht ins Minus

Nach den deutlichen Kursgewinnen vom Vortag ist dem Dax am Mittwoch zunächst einmal die Luft ausgegangen. Laut Händlern fehlte es wegen einsetzender Gewinnmitnahmen an Anschlusskäufen, und so gab der Leitindex zuletzt um 0,19 Prozent auf 6151 Punkte nach.

 

Frankfurt/Main - Dabei konnte er sich allerdings von seinem zur Mittagszeit erreichten Tagestief von 6106 Punkten erholen. Die übrigen Indizes schlugen sich besser: Der MDax legte um 0,54 Prozent auf 9440 Punkte zu, und der TecDax erzielte ein Plus von 0,34 Prozent auf 709 Punkte.

Der zwischenzeitlich etwas deutlichere Rücksetzer beim Dax wurde von Börsianern neben den Gewinnmitnahmen auf eine sehr robuste Auktion deutscher Staatsanleihen zurückgeführt. Diese habe die Sorgen um das Vertrauen in die Anleihen südeuropäischer Länder wieder verstärkt.

Ein Lob für die italienischen Sparanstrengungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel brachte am Nachmittag aber wieder etwas Entspannung. Insgesamt attestieren Börsianer dem Aktienmarkt weiterhin Luft nach oben. Laut Analyst Cameron Peacock von IG Markets hätten positivere Signale aus den USA durchaus das Potenzial dazu, die Stimmung am Markt nachhaltig zu beeinflussen.

Mangels relevanter Nachrichten bei Einzelwerten ging die deutlichste Kursbewegung im Dax von einer Analystenstudie aus: Nach einer Abstufung durch die UBS waren die Metro-Papiere mit minus 3,19 Prozent auf 28,38 Euro der größte Verlierer. Die Aktien der Lufthansa gehörten dagegen mit plus 2,61 Prozent auf 9,171 Euro zu den Spitzenwerten: Die Fluggesellschaft hat nach einem Schlussspurt im vergangenen Jahr so viele Fluggäste befördert wie nie zuvor. Im MDax reagierten die Aktien von Douglas mit einem Kursrutsch um rund 8 Prozent auf einen enttäuschenden Ausblick.

Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 1,52 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 131,19 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,19 Prozent auf 138,98 Punkte. Der Euro dagegen gab etwas nach: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2718 (Dienstag: 1,2808) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7863 (0,7808) Euro.

 

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