Eduard Augustin Die NSA und die Liebe

Eduard Augustin Foto: D. Pernath für Mosaik-Verlag

Eduard Augustin beobachtet Paare – und freut sich, dass es über Männer und Frauen noch so viel zu erzählen gibt. Diesmal: Wenn Frauen die Handys ihrer Männer ausspionieren.

 

Neulich las ich von einer interessanten Statistik. Man sollte ja meinen, ein Mobiltelefon sei etwas Privates und somit tabu. Doch weit gefehlt: Soundsoviel Prozent aller Frauen spionieren die Handys ihrer Männer aus. Es ist erschreckend – und gerne würde ich Ihnen die genauen Zahlen verraten. Irgendwo im Handy hab’ ich sie notiert. Geht aber leider nicht, meine Frau ist gerade damit im Bad verschwunden.

Es geht aber noch schlimmer: Die Freundin einer Freundin hat eine Bekannte, in deren Freundeskreis es ein Pärchen gibt – Silke und Stefan – für das die Themen Neugier und Eifersucht an die Schmerzgrenze geraten sind. Silke ist so eifersüchtig, dass sie ein Programm auf Stefans Handy installiert hat, das alle Gespräche mitschneidet. Von ihrem Rechner aus lassen sie sich abhören. Auf seinem Laptop hat Silke längst alle Passwörter geknackt und wenn Stefan irgendwo etwas neu verschlüsselt, stellt sie ihn zur Rede.

Geht Stefan ins Freibad, muss er sich über Skype bei seiner Silke melden und durch einen kompletten 360-Grad-Schwenk beweisen, dass keine fremde Frau ihr Handtuch neben dem seinem ausgebreitet hat.

Das Irre daran: Ihre Eifersucht ist so übertrieben, dass Stefan sie längst als pathologisch akzeptiert hat und damit lebt wie mit einem Sprachfehler. Im August soll Hochzeit sein. Ich gehe davon aus, dass sie längst weiß, in welchem Anzug er erscheinen wird. Es dürften Drohnen im Einsatz gewesen sein.

 

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