Eberl weicht weiter aus Bayern und der Sportdirektor: vom Suchen und Schnitzen

Rummenigge gibt sich tiefenentspannt, Eberl blockt ab. Wo bekommen die Bayern einen Sportdirektor her? Foto: sampics/firo/Augenklick

Karl-Heinz Rummenigge lehnt eine Ablöse für den neuen Sportdirektor ab. Max Eberl? "Da ist nichts dran".

 

München – In den kommenden Tagen wird bei den Kunsthandwerkern in Oberammergau das Telefon klingeln. Am anderen Ende der Leitung: Karl-Heinz Rummenigge. Der Vorstandsboss des FC Bayern hat einen besonderen Plan bei der Sportdirektor-Suche, wie er am Samstag nach dem 8:0 gegen den HSV verriet: "Wir geben demnächst einen Auftrag nach Oberammergau", sagte Rummenigge, "zum Schnitzen."

Ein passender Mann für die Bayern soll’s sein – dabei scheint es den ja eigentlich schon zu geben. Sogar in Fleisch und Blut. Doch Max Eberl, der seit Wochen für den Job gehandelt wird, ist laut Rummenigge bislang nicht von den Bayern angesprochen worden. "Wir haben weder mit dem Klub noch mit Max Eberl Kontakt", sagte der Bayern-Boss: "Es ist an allem nichts dran."

Eberl blockt weiter ab: zu "100 Prozent" Gladbach

Überhaupt gehe der FC Bayern mit dem Thema "total entspannt" um, sagte Rummenigge: "Wir hatten eine Option (Philipp Lahm, d.Red.), die hat leider nicht geklappt, und wir haben keine 1b-Lösung in der Schublade." Rummenigge schloss überdies aus, dass die Bayern für einen Manager wie zuletzt kolportiert eine Ablösesumme in Millionenhöhe bezahlen werden. "Wenn ich mit so einer Idee in den Aufsichtsrat gehe, würde der mich für verrückt erklären. Das werden wir in der Bundesliga nicht einführen, das kann ich ziemlich sicher ausschließen", sagte Rummenigge.

Bayern-Kandidat Eberl steht bei Borussia Mönchengladbach noch bis 2020 unter Vertrag, der Klub will ihn nicht ziehen lassen. "Momentan bei 100 Prozent", antwortete Eberl am Sonntag bei Sky auf die Frage, wie wahrscheinlich es sei, dass er auch in der kommenden Saison noch bei der Borussia sei. Der Frage nach einer möglicherweise fälligen Ablösezahlung für ihn wich Eberl aus. Auch als Spieler habe er keine hohen Transfersummen verursacht, sagte der Ex-Profi.

Es ist aktuell ein Pokerspiel – mit offenem Ausgang. Zur Not gibt’s ja noch Oberammergau.

 

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