"Eataly"-Gourmetmarkt "Genussfahrplan": So funktioniert die neue Schranne

Am Donnerstag eröffnet der "Eataly"-Gourmetmarkt in der Schrannenhalle. Die AZ gibt mit dem "Genussfahrplan" einen ersten Rundgang durch die neue Halle. Foto: Daniel von Loeper/Eataly

Mit Eataly geht es jetzt äußerst italienisch zu. Die AZ zeigt den Genussfahrplan – und erklärt, warum es endlich mit der Schrannenhalle klappen könnte.

 

München - Obwohl es noch gar nicht voll ist, geht es lautstark zu. „Ciao Andrea, come stai?“, ruft eine hübsche junge Frau, die es mit dem Cappuccino in der Hand eilig hat. Der junge Mann nickt fröhlich und schmeißt den Smoothie-Mixer an. Vincenzo, der aktuelle Pizza-Weltmeister, betritt am anderen Ende sein Refugium im Rossopomodoro (1), dem Goldstück mit dem glänzenden Steinofen. Neben ihm blinkt an der Wand eine große Uhr, die anzeigt, wie lange der Teig schon geht: 27 Stunden, 53 Minuten und 19 Sekunden.

„Viele Münchner“, ruft Vincenzo, während er ein Stück Teig durch die Luft wirbelt, „machen gute Pizza. Scusi, aber wir aus Neapel machen einfach die beste Pizza.“ Ein bisschen Neapel und ganz viel Italien steckt also ab sofort in der neuen Schrannenhalle. Am Donnerstag eröffnet Eataly, der international erfolgreiche Delikatessenhändler, hochoffiziell (AZ berichtete).

4600 Quadratmeter „italienische Genusskultur“ auf drei Etagen versprechen die Macher. Nicola Farinetti (31), Sohn des Gründers aus Alba, ist seit Tagen in München – und freut sich, dass jetzt endlich jeder den neuen Laden anschauen und erschmecken kann.

Die AZ ist vorab bei einem Rundgang in die neue Eataly-Welt eingetaucht – und druckt zur ersten Orientierung für alle Neugierigen den Lageplan, der den Machern zufolge ein Genussfahrplan sein soll.

Was früher alles Panne in der Schranne war, wollen wir hier nicht erneut erläutern. Fakt ist: Die Schranne ist endlich aus einem Guss, optisch und inhaltlich, kein Thai-Geruch, der beim Verzehr einer Currywurst in die Nase zieht. Die Glasfronten sind unverbaut – dadurch wirkt die Halle großzügiger, heller und einladender.

In der Mitte, der Piazza, befindet sich die Bar L’Aperitivo (11). Von hier aus lässt es sich mit einem Drink beim ersten Besuch perfekt starten.

Entweder man läuft jetzt zum Markt mit den Lebensmitteln (19 und 20), stöbert in der Buchhandlung (21) oder biegt zu den Ständen ab, Richtung Salumi & Formaggi (15). Italienisches Kino bieten die Mitarbeiter bei Pasta Fresca (13), die frische Nudeln kneten und formen. Die Bäckerei (18) ist ebenfalls ein Besuch-Muss. Das Brot, das hier live gebacken wird, ist – ohne Übertreibung: benissimo.

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Während es im ersten Stock das Ristorante Mare e Monti (5) gibt, bietet sich ein weiteres Schlaraffenland im Untergeschoss. Zwischen Säulen mit fließender Schokolade erstreckt sich eine beeindruckende Enoteca (12 und 26). Nicola Farinetti, der mit einem Weißweinglas herumläuft, sagt: „Wir wollen ein Stück Italien herbringen.“ Das ist gelungen.

Der "Genussfahrplan" der neuen Schrannenhalle

                                                                                                                                                    Foto: Eataly

 

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