Durch Balkontür entwischt Vermisst: Wo ist Tierheim-Katze Stella?

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Herta Kopatsch-Stoll und Detlef Stoll mit Kater Stanley. Foto: Daniel von Loeper

Die Tierheim-Katze war erst seit zehn Tagen in ihrer Familie, als sie entwischte. Kater Stanley leidet sehr unter dem Verschwinden.

 

München - Stanley sucht Stella. Der Kater hält am Fenster nach seiner besten Freundin Ausschau, sucht in Schränken und in Gebüschen nach der Katzendame. „Der Kater und ich gehen mehrmals täglich zusammen raus, suchen die Umgebung ab und ich rufe nach Stella“, sagt Herta Kopatsch-Stoll (65).

An Heiligabend ist die schwarze Katze mit der eingedrückten Nase unbemerkt durch die Balkontür entwischt. „Ich hatte nur kurz gelüftet, während Stella zusammengerollt auf einem Stuhl lag. Da muss sie in einem Moment der Unachtsamkeit raus sein. Die ganze Nacht haben wir gesucht, doch keine Spur von ihr gefunden“, sagt die Rentnerin.Erst eineinhalb Wochen vor Weihnachten waren die 2009 geborenen Britisch Kurzhaar Katzen bei Herta und Detlef Kopatsch-Stoll eingezogen. Stella ist die aufgeweckte, freche Katze, Stanley der ruhige Kater.

Herta Kopatsch-Stoll hatte sich in die zutraulichen Tierchen verliebt, als sie im Tierheim beim Putzen geholfen hatte. „Weil sie am selben Tag geboren wurden, gehen wir davon aus, dass sie Geschwister sind. So verschmust und zutraulich wie sie sind, hatten sie ein liebevolles Zuhause. Doch ihr Besitzer ist laut dem Tierschutzverein München verstorben“, sagt Herta Kopatsch-Stoll.

Weil beide Katzen so zutraulich sind, durften sie in Begleitung in den Garten des Hauses in Schwabing-Nord, was sehr gut funktionierte. Weil alles noch neu war, wollte Herta Kopatsch-Stoll die neuen Mitbewohner erst im neuen Jahr allein rauslassen. Doch Stella und ihre Neugier kommen ihr zuvor. Seitdem fehlt von dem Tier jede Spur. „Stella ist tätowiert und gechipt, wir haben sie als vermisst gemeldet und die Umgebung abgesucht. Wir haben Flugblätter gedruckt und die Nachbarn informiert“, sagt Herta Kopatsch-Stoll verzweifelt. Sogar beim altem Zuhause der Katzen in Giesing waren sie schon. Doch auch dort ist die kleine schwarze Katze mit der abrasierten Stelle am Bauch nicht.


Ein Foto von Stanley (l.) mit Stella, bevor sie verschwunden ist.     Foto: privat

„Ich mache mir den ganzen Tag Gedanken, wo sie sein könnte. Vielleicht hat sie jemand zu sich genommen, weil es so kalt in der Nacht ist. Es wäre trotzdem schön, wenn sie wieder nach Hause könnte“, sagt Herta Kopatsch-Stoll. Denn Stanley vermisst seine beste Freundin sehr. Seit dem Verschwinden von Stella ist er unruhig und unglücklich – ebenso wie Herta und Detlef Kopatsch-Stoll.

Tipps für die Suche nach einem vermissten Tier

Melden Sie Ihr Tier unter der 24-Stunden-Notruf-Hotline Telefon 06190 93 73 00 von Tasso als vermisst. Über Tasso können Sie kostenlose Suchplakate bestellen und eine Suchmeldung schalten. Wenn das Tier eine Tasso-Plakette hat, einen Transponder oder eine Tätowierung, erleichert das die Suche.

Sollten Sie umgezogen sein, hängen Sie die Suchplakate entlang des Weges zwischen alter und neuer Wohnung auf und informieren Sie die alten Nachbarn.

Katzen werden oft versehentlich in Garagen und Kellern eingesperrt. Bitten Sie Ihre Nachbarn, in ihren Kellern, Gartenhäusern oder Garagen nachzuschauen. Da sich Katzen vor Fremden oftmals verstecken, ist es am besten, wenn Sie dabei sind.

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Informieren Sie die nahen Tierschutzvereine.

Rufen Sie nach dem Tier und machen Sie anlockende Geräusche wie zum Beispiel das Klappern mit der vertrauten Futterschale. Warten Sie einige Minuten an dieser Stelle. Suchen und rufen Sie vornehmlich im vertrauten Revier des Tieres, um es nach Hause und nicht weiter wegzulocken.

Positionieren Sie im Umfeld ihres Hauses an einer geschützten Stelle etwas Futter, um das Tier an den Ort zu binden und an der Futterstelle einfangen zu können.

Kontrollieren Sie mögliche Verstecke, wohin sich ein verletztes Tier zurückgezogen haben könnte, beispielsweise unter Sträuchern oder parkenden Autos.

 

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