Dschungelcamp-Star bei Radio Gong Ex-Chef von Walter Freiwald: "Er ist ein Verrückter"

In der Mitte: Radio-Gong-Chef: Georg Dingler. In der AZ erinnert er sich an die 80er als Walter Freiwald einer seiner Mitarbeiter war. Foto: RTL/Radio Gong

Was kaum jemand weiß: Walter Freiwald hat bei Radio Gong die Karriere gestartet. In der AZ erinnert sich der Chef amüsiert: "Der ist genauso, wie er sich da im Dschungel gibt"

 

München - Einbildung ist ja auch irgendwie eine Bildung. Demnach müsste Walter Freiwald (60) einen verdammt hohen IQ haben. Er hat es obendrein schon weit gebracht. Also in seiner Fantasie. Da war er Programmdirektor von RTL und Bundespräsident. Zumindest beinahe. Wäre seine Bewerbung nicht abgeschmettert worden. Jetzt will er Dschungel-König werden. Könnte sogar klappen. In seinen Träumen, vielleicht auch in echt.

Derzeit wird der mit Abstand verrückteste Camp-Insasse täglich vom Publikum zu den Ekel-Prüfungen geschickt. Was kaum jemand weiß (und was tatsächlich die Wahrheit ist): Walter Freiwald startete seine Karriere in München – bei Radio Gong 96,3. Nach der Mittleren Reife absolvierte Freiwald eine kaufmännische Lehre. 1979 wurde ihm eine Stelle bei der Plattenfirma EMI angeboten. Danach wurde er Redakteur, später Moderator bei Radio Luxemburg. Medienmacher Helmut Markwort wurde auf ihn aufmerksam, holte ihn zu Gong.

Georg Dingler, der heute die Gong-Geschäfte alleine führt und nächste Woche das 30. Jubiläum seines Senders in Alfons Schuhbecks Teatro feiert, erinnert sich in der AZ an den einstigen Mitarbeiter Walter Freiwald, der in den 80ern vier Jahre in München moderierte.

Ist er wirklich so, nun ja, durchgeknallt?

Dingler lacht und sagt: „Mich überrascht an Walter überhaupt nix. Der ist genauso, wie er sich da im Dschungel gibt. Mit allen Vor- und Nachteilen.“

Extra für den Ex-Mitarbeiter schaltet der Gong-Boss immer wieder rein. Sein Fazit nach den ersten Tagen, Tränen, Ausbrüchen, Prüfungen: „Walter ist unberechenbar, der ist ein Verrückter. Das ist auch gut so. Gerade für ein Format wie das Dschungelcamp. Ohne Walter wäre es langweilig. Er ist mit seiner provokanten und auch wehleidigen Art sehr belebend. Er ist Entertainment.“ War er bei Gong auch so?

Dingler: „Er war als Morningman leidenschaftlich und besessen, voller Power. Allerdings muss ein Unternehmen sehr stabil sein, um ihn auf Dauer zu packen. Mich wundert es, ehrlich gesagt, nicht, dass er so oft seine Jobs und Arbeitgeber wechselte.“

Seine Chancen als Dschungelkönig schätzt Dingler so ein: „Der Walter ist ambitioniert. Ich wünsch ihm diesen Titel.“

 

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