Drogerien NRW-Arbeitsminister: Land kann Schlecker nicht retten

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) lehnt finanzielle Hilfen des Landes für die Beschäftigten der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker ab.

 

Köln - "Wir sind als Land nicht in der Lage, eine Transfergesellschaft oder einen Sonderfonds zu speisen, der dann über zwei oder drei Monate die Arbeitslosigkeit hinausschieben würde", sagte Schneider am Montag im Hörfunksender WDR 2. Ein solches Modell könne nur funktionieren, wenn es von der Bundesebene ausgehe. "Deshalb ist jetzt Berlin am Zuge." Schneider will sich am Vormittag mit Schlecker-Mitarbeiterinnen aus Nordrhein-Westfalen treffen.

Der Gläubigerausschuss hatte die Zerschlagung des Unternehmens beschlossen. "Da kann keine Landesregierung gegenhalten", sagte Schneider. "Wir glauben nicht, dass wir Schlecker, in welcher Form auch immer, in NRW erhalten können." Die Gläubiger hatten am Freitag nach monatelangem Ringen das Aus für Schlecker beschlossen. Mögliche Investoren hätten zu wenig geboten. Die 13 200 Schlecker- Beschäftigten müssen nun bis Ende Juni mit ihrer Kündigung rechnen.

 

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