Drogerien Nervenkrieg um Auffanglösung für Schlecker-Beschäftigte

Die Auffanglösung für Tausende Schlecker-Beschäftigte steht auf der Kippe. Die Lösung hänge von der Zustimmung Bayerns ab, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Baden-Württemberg am Morgen der dpa in Stuttgart.

 

Stuttgart - Zwar habe auch Schleswig-Holstein noch kein grünes Licht gegeben, doch der Betrag dieses Landes könne von Baden-Württemberg aufgefangen werden.

Baden-Württemberg will bis 8.00 Uhr doch noch eine Auffanglösung für rund 11 000 Schlecker-Beschäftigte sicherstellen. Stuttgart will in Vorleistung gehen und für einen KfW-Kredit über 70 Millionen Euro zunächst alleine bürgen - Voraussetzung dafür sind allerdings Rückbürgschaften anderer Länder.

Nach stundenlangen Verhandlungen hatte der zuständige Ausschuss des Landtags am Mittwochabend beschlossen, dass Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) 45 Millionen Euro an Bürgschaftszusagen für eine solche Auffanglösung einsammeln soll.

Eine ursprünglich geplante Bürgschaft aller Bundesländer war vor allem am Widerstand der FDP-geführten Wirtschaftsministerien in Niedersachsen und Sachsen gescheitert. Mehrere Bundesländer wollten nur dann mitbürgen, wenn alle mitmachen.

Geplant war, dass die rund 11 000 Schlecker-Beschäftigten, die wegen Pleite der Drogeriekette ihren Job verlieren sollen, in den Transfergesellschaften weitergebildet und bei der Suche nach einem neuen Job unterstützt werden. Außerdem hätten sie für sechs Monate einen Großteil ihres Gehaltes sicher.

Schlecker-Insolvenzverwalter Geiwitz wollte beim Scheitern der Transferlösung noch am Abend die Kündigungsschreiben an die 11 000 Beschäftigten rausschicken, verschob dies nun aber auf Donnerstag. Er hatte sich am Abend zuversichtlich gezeigt, dass eine Lösung glücken könnte.

 

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