Drogen-Prozess Fünf Jahre Knast für Anabolika-Dealer

 Weil ein Hobby-Kampfsportler (28) mit selbst produzierten Anabolika gedealt hat, hat ihn das Landgericht München für fünf Jahren und drei Monaten in den Knast geschickt

 

München - Der Mann hat im Prozess gestanden, etwa 23 000 Ampullen mit verschiedenen Anabolikawirkstoffen für 332000 Euro verkauft zu haben. Für diesen schwunghaften Handel mit Muskelaufbaupräparaten ist ein Hobby-Kampfsportler zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Das Strafmaß vom Freitag vor dem Münchner Landgericht war Ergebnis eines Gesprächs zwischen den Prozessbeteiligten und belohnte das umfassende Geständnis des Angeklagten.

Der 28-Jährige mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen hatte nach eigener Aussage selbst „erhebliche Mengen“ Anabolika gespritzt. Der Angeklagte übernahm im Jahr 2007 ein Untergrundlabor und betrieb es in seiner Wohnung in Wesseling im Rhein-Erft-Kreis.

Er verkaufte bis Februar 2012 etwa 23 000 Ampullen mit verschiedenen Anabolikawirkstoffen an sieben Wiederverkäufer – Gesamtpreis: 332 000 Euro. Davon habe allerdings gut 200 000 Euro der Laborbetrieb gekostet. Nachdem der Druck der Ermittlungen in der Szene stieg, übergab der Angeklagte die noch vorhandenen Ampullen einem Bodybuilder, der die Deals teilweise über München fortsetzte, bevor er verhaftet und im März von einer anderen Strafkammer des Münchner Landgerichts zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt wurde. Der 28-Jährige kommt zu Strafverbüßung nach Köln.

 

1 Kommentar