Dritte Startbahn Aus Protest: Grünen-Chef Janecek verlässt FC Bayern

In dieser Simulation ist zu sehen, wie die dritte Start- und Landebahn auf dem Flughafen München aussehen könnte. Foto: ho

Nach der Vorstellung des Bündnisses „Ja zur 3. Startbahn“ hagelt es Kritik. Grund Dem Bündnis gehören die Olympiapark GmbH, der FC Bayern, 1860 und der Tierpark an.

 

München - Mitte der Woche hatte sich das Bündnis „Ja zur 3. Startbahn“ in München vorgestellt - jetzt hagelt es Kritik: Der Grund: Dem Bündnis gehören unter anderem die Olympiapark GmbH, der FC Bayern und 1860 München an, bis vor kurzem auch noch der Tierpark Hellabrunn.

Dieter Janecek, Chef der bayerischen Grünen, hat deswegen seine Mitgliedschaft bei Bayern gekündigt: „Auch wenn ich in Bayern-Bettwäsche groß geworden bin, sehe ich dich nicht als legitime Interessensvertretung in der Politik an“, heißt es in Janaceks Blog an den FC Bayern.

Auch die Stadtrats-Grüne Lydia Dietrich ist empört: Städtische Gesellschaften wie die Olympiapark GMbH oder der Tierpark hätten in so einem Bündnis nichts zu suchen. „Es ist nicht deren Aufgabe, sich in einem politischen Konflikt zu positionieren.“ Dietrich stellte eine Anfrage an OB Ude. Sie will wissen, ob die städtischen Unternehmen Geld für ihre Mitgliedschaft im Bündnis bezahlt hat. „Würde städtisches Geld in die Kampagne fließen, wäre das untragbar“, sagt Dietrich.

Der Tierpark ist aus dem Bündnis inzwischen ausgetreten, Ude verlangt von der Olympiapark GmbH eine Stellungnahme. Der Landtagsabgeordnete und Startbahn-Gegner Michael Piazolo (Freie Wähler) fordert die Fußballvereine Bayern und Sechzig auf, das Bündnis zu verlassen: „Mit diesen klar politischen Aktivitäten verletzen die Vereine ihr satzungsgemäßes Gebot zu politischer Neutralität.“

 

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