Dritte NBA-Pleite in Folge Ohne Zipser: Dezimierte Chicago Bulls gehen unter

Karl-Anthony Towns (32) von den Minnesota Timberwolves setzt gegen Bobby Portis (5) und Robin Lopez (8) von den Chicago Bulls zum Wurf an. Foto: dpa

Ohne Nationalspieler Paul Zipser und ohne ihre Superstars haben die Chicago Bulls in der Basketball-Profiliga NBA die nächste klare Niederlage kassiert. Dirk Nowitzki denkt darüber nach, noch zwei Jahre dranzuhängen.

 

Minnesota - Ohne den erkrankten Paul Zipser haben die Chicago Bulls in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA eine klare Niederlage bei den Minnesota Timberwolves kassiert.

Der sechsmalige Champion verlor die Partie am Sonntag (Ortszeit) mit 89:117. NBA-Neuling Zipser blieb wegen einer Erkrankung im Teamhotel, hätte nach Angaben von Bulls-Coach Fred Hoiberg aber ohnehin aufgrund einer Knöchelverletzung voraussichtlich nicht gespielt.

Chicago musste zudem auf die angeschlagenen Jimmy Butler, Dwyane Wade und Nikola Mirotic verzichten und war chancenlos. Bei den Gästen erzielten Doug McDermott und Bobby Portis jeweils 16 Punkte, für Minnesota waren Andrew Wiggins mit 27 Zählern und Karl-Anthony Towns mit 22 Punkten und sieben Rebounds überragend.

Nowitzki denkt an späteres Karriere-Ende

Mitten im engen Rennen um den Playoff-Einzug denkt Basketball-Superstar Dirk Nowitzki über eine Verlängerung seiner NBA-Karriere nach. "Ich würde gerne die 20 Jahre in der NBA vollmachen. Also nächstes Jahr noch - und danach können wir uns gerne zusammensetzen und schauen, ob ich noch eine weitere Saison dranhänge", sagte der 38-Jährige von den Dallas Mavericks der Bild am Sonntag.

Dafür müsse natürlich sein Körper mitspielen. Wenn er jetzt verletzungsfrei bleibe, "können wir über eine Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr reden". Auf jeden Fall mache ihm die NBA noch immer sehr viel Freude. "Ich spiele seit 19 Jahren in der Liga. Wenn ich mir da selbst nicht Spaß bereite und manchmal den Clown spiele, dann ist das tausendste Wurftraining doch langweilig", sagte er.

Nach seiner aktiven Karriere könne er sich gut vorstellen, mit einzelnen Spielern als Coach zu arbeiten, sagte Nowitzki. Vorerst aber wird der Würzburger bei den Mavs dringend im Kampf um einen Playoff-Platz benötigt. Nach dem deutlichen 112:80 (61:35) gegen die Orlando Magic am Samstag (Ortszeit) haben die Texaner als Tabellenelfter in der Western Conference zwei Siege Rückstand auf Playoff-Platz acht.

"Nach einem verkorksten Start sind wir nun richtig in der Saison. Wir werden nicht aufhören zu kämpfen", kündigte Mavs-Top-Scorer Wesley Matthews (20 Punkte) an.

Ex-NBA-Profi De Melo tot aufgefunden

Der frühere NBA-Profi Fabricio Paulino de Melo wurde in seinem Heimatland Brasilien tot aufgefunden. Dies bestätigte die Polizei des südöstlichen Bundestaats Minas Gerais. Medienberichten zufolge stellte der ärztliche Notdienst den Tod des Basketballers am Vortag fest, nachdem sie einen entsprechenden Notruf aus seinem Elternhaus in der Gemeinde Juiz de Fora erhalten hatte.

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Die Todesursache war zunächst unklar. Fab Melo (26) spielte in der NBA-Saison 2012/13 für die Boston Celtics, danach stand er auch im Kader der Memphis Grizzlies und Dallas Mavericks. Als Teamkollege von Dirk Nowitzki absolvierte der Center bei den Texanern aber kein reguläres Saisonspiel.

 

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