Drei Männer gehen auf Brüderpaar los Holzkirchen: Schüsse auf der Straße - Streit eskaliert

Die Polizei musste zu einem Streit nach Holzkirchen ausrücken. Dabei fielen auch Schüsse. Foto: dpa/imago/AZ

Aufregung am Mittwoch in Holzkirchen: Drei Männer stritten sich auf der Straße mit einem Bruderpaar - dabei fielen auch Schüsse! Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen, die Hintergründe des Streits sind dubios.

Holzkirchen - Schüsse kurz nach Mitternacht: In Holzkirchen ist Mittwochnacht ein Streit eskaliert, der der Polizei noch einige Rätsel aufgibt.

Besorgte Anwohner meldeten sich in der Notrufzentrale der Polizei und schilderten eine Auseinandersetzung, bei der auch Schüsse zu hören waren. Mehrere Streifen aus Holzkichen und der Umgebung machten sich auf den Weg. Am Einsatzort trafen die Polizisten mehrere Personen an: drei junge Männer im Alter von 20, 25 und 28 Jahren und einen 36-jährigen Holzkirchner sowie dessen 34-jährigen Bruder.

Schüsse wegen eines geringen Geldbetrags?

Erste Befragungen ergaben, dass die drei Männer - allesamt Deutsche mit Wohnsitz im Landkreis Holzkirchen -  offenbar unter Androhung von Gewalt Schulden bei dem 36-Jährigen und seinem Bruder eintreiben wollten. Die Polizisten stellten am Einsatzort zwei Schreckschusswaffen sicher, aus mindestens einer war auch gefeuert worden. Von wem, ist noch nicht geklärt. In der Wohnung des 36-Jährigen fanden die Beamten später weitere Waffen und geringe Mengen Betäubungsmittel. Zu der Erpressung angestiftet haben soll die Männer eine 26-jährige Miesbacherin.

Alle Beteiligten sagten aus, dass es während des Streits um Geldstreitigkeiten gegangen sei. Stefan Sonntag, Sprecher der Polizei, dazu: "Allerdings handelt es sich den Aussagen zufolge um einen Bagatellbetrag. Wir ermitteln derzeit, ob nicht noch andere Motive dahinter stecken."

Die Staatsanwaltschaft München II erließ Haftbefehl gegen alle drei Männer wegen versuchter räuberischer Erpressung. Der Haftbefehl gegen den 25-Jährigen wurde allerdings gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die Ermittlungen zu den genauen Tatumständen und -beteiligungen dauern an.

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