Dramatischer Einsatz Brand durch Kippe: Mann (66) aus Bett gerettet

, aktualisiert am 18.05.2016 - 12:19 Uhr
In Sendling war ein Mann dem Feuer in seiner Wohnung hilflos ausgeliefert. Foto: dpa

Ein dramatisches Bild bot sich der Feuerwehr bei einem Einsatz am Dienstagabend: Ein Mann lag in seinem brennenden Bett! Er konnte mit schweren Verbrennungen gerettet werden.

 

München – Gegen 18.45 Uhr am Dienstagabend ging bei der Hauptfeuerwache München ein Notruf ein. Am anderen Ende der Leitung war die Johanniter-Unfall-Hilfe. Ein Rauchmelder in der Wohnung eines Mannes, den die Johanniter betreuen, hatte angeschlagen und automatisch Feueralarm ausgelöst.

Als die Feuerwehrleute an der Wohnung des 66-Jährigen in der Implerstraße eintrafen, drang bereits schwarzer Rauch aus zwei gekippten Fenstern. Ein Mitarbeiter der Johanniter war ebenfalls bereits vor Ort eingetroffen und verfügte über einen Wohnungsschlüssel, weshalb die Brandbekämpfer schnell in das betroffene Schlafzimmer vordringen konnten.

Der 66-Jährige war den Flammen hilflos ausgeliefert

In der Wohnung fand die Feuerwehr den Mann in seinem brennenden Bett. Sein Gesundheitszustand hatte ihn daran gehindert, vor den Flammen zu fliehen. Die Einsatzkräfte brachten ihn in sofort ins Treppenhaus und begannen dort mit der medizinischen Erstversorgung.

Das Feuerwehr-Notarztteam Großhadern übernahm die weitere Behandlung des Patienten. Der Bewohner hatte an rund 30 Prozent seiner Körperoberfläche, hauptsächlich im Bereich des Oberkörpers, schwere Brandverletzungen erlitten. In Begleitung des Notarztes brachte ihn der Rettungswagen der Hauptfeuerwache in eine Spezialklinik für Schwerbrandverletzte. Am Mittwoch berichtete die Polizei, dass der Mann noch immer in akuter Lebensgefahr schwebe.

Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, aufgrund der Rauchentwicklung musste allerdings das gesamte dritte Obergeschoss des Mehrfamilienhauses geräumt werden. Einsatzkräfte der Hauptfeuerwache und der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Sendling, kontrollierten die gesamte Etage. Dabei mussten sechs Wohnungen durch die Feuerwehrleute gewaltsam geöffnet werden.

Hat das Opfer im Bett geraucht?

Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen gab die Polizei am Mittwoch bekannt, dass wohl eine brennende Zigarette im Bett für den Brand gesorgt hat. Die Ermittler konnten mehrere Zigarettenkippen im Bett des 66-Jährigen finden, er selbst ist starker Raucher.

Nachdem das Gebäude durch die Feuerwehr belüftet worden war, konnten schließlich alle Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Laut Polizei bewegt sich der entstandene Schaden im Bereich zwischen 30.000 und 50.000 Euro.

 

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