Donnersberger Brücke Schaffner verletzt: Ist das der S-Bahn-Schubser?

Mit diesen Fotos hatte die Polizei nach einem Mann gefahndet, der einen Zugbegleiter ins S-Bahngleis geschubst haben soll. Der Mann wurde schwer verletzt Foto: dapd

Brutale Schubs-Attacke am S-Bahnhof Donnersberger Brücke: Ein Mann stößt einen 47-jährigen Zugbegleiter ins Gleis und verletzt ihn schwer. Die Polizei fahndet mit diesen Fotos.

 

München - Ein Unbekannter stößt einen Schaffner ins Gleis! Die Bundespolizei bittet um Unterstützung und fahndet mit Fotos nach dem Tatverdächtigen. Was war passiert? Am Mittwochabend (10. Oktober) hatte ein bislang unbekannter Mann an der S-Bahn-Haltestelle Donnersbergerbrücke in München gegen 23:15 Uhr einen 47-jährigen Zugbegleiter der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) ins Gleis gestoßen.

Der Mann wurde zuvor von dem Schaffner in der BOB ohne Tickert erwischt. An der Donnersberger Brücke schob der Schaffner ihn hinaus. Nun standen beide auf dem Bahnsteig am Gleis 2 am hintersten Ende der BOB und stritten sich weiter. Dabei spuckte der ganz in Hellgrau gekleidete Mann dem Kontrolleur ins Gesicht und kippte ihm Bier aus einer Flasche über den Kopf.

Der Zugbegleiter schubste den Schwarzfahrer weg – dabei fiel ihm das Diensthandy aus der Tasche. Als er sich bückte, um es aufzuheben, stieß ihn der Mann ins Gleis. Der Zugführer brach sich den Knöchel und „schrie vor Schmerzen“, so Bundespolizei-Sprecher Wolfgang Hauner.

Der BOB-Mitarbeiter hatte sich beim Sturz mehrere schwere Frakturen am Bein zugezogen und wird noch lange mit den Folgen zu kämpfen haben. Hier berichtete die AZ über den Vorfall.

Aufgrund von Zeugenaufrufen in den Medien meldeten sich bereits Zeugen, die angaben, den Täter um die Mitternachtszeit auf dem Weg zum Tegernsee gesehen zu haben. Der bislang Unbekannte sei mit der S3 nach Holzkirchen gefahren. Dort habe er gegenüber anderen Fahrgästen mitgeteilt, dass er aus Frankreich stamme. Er habe Stress mit einem Zugbegleiter gehabt und sei jetzt auf dem Weg nach Tegernsee, hieß es.

Die Zeugen gaben an, dass der Mann nach einer günstigen Taxi-Mitfahrgelegenheit bzw. nach Personen, die ihn per Anhalter – eventuell an einer nahen Tankstelle – mitnehmen würden, suchte.

Das Amtsgericht München hat nun die Bundespolizei ermächtigt, mit den beiliegenden Bildern nach dem Tatverdächtigen öffentlich zu fahnden.

Sachdienliche Hinweise zu dem bislang unbekannten Mann bzw. seinem Aufenthaltsort nimmt die Bundespolizeiinspektion München unter der Rufnummer 089 51 55 500 entgegen

 

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