Diskussionen um 50+1 Andreas Rettig kritisiert Hannover-Chef Kind

Geschäftsführer Andreas Rettig vom Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli findet die Äußerungen von Hannovers Präsident Martin Kind wenig glaubwürdig.

Hamburg - "Bisher ist Herr Kind bei den Diskussionen um 50+1 nicht durch Vorschläge aufgefallen, die sich außerhalb von Hannover 96 abspielten. Jetzt so zu tun, als wäre es immer nur um die Gestaltung des deutschen Profifußballs gegangen, überrascht sehr", sagte Rettig dem Hamburger Abendblatt. Kind hatte zunächst auf die Übernahme der Mehrheit beim Bundesligisten Hannover 96 verzichtet unter dem Hinweis, "gemeinsame Veränderungen in der Bundesliga" gestalten zu wollen.

"Diesen Prozess hätte er bereits vor vielen Jahren, als er erstmalig mit Klage gegen 50+1 gedroht hatte, einleiten können", sagte Rettig. Was jetzt als neuer Prozess verkauft werde, sei bereits vor Jahren unter Führung von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert auf den Weg gebracht worden. Das Ergebnis sei allen Vereinen im Dezember 2014 vorgestellt und mit 36:0 Stimmen genehmigt worden, sagte Rettig und ergänzte: "Welcher neue Sachstand nun dazu geführt haben soll, diese Regel auf den Prüfstand zu stellen, erschließt sich mir nicht."

Die 50+1-Regel im deutschen Fußball besagt, dass die Muttervereine die Stimmenmehrheit an den in Kapitalgesellschaften ausgegliederten Profiabteilungen behalten müssen.

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