Diskussion auf der Schwanthalerhöhe AusgeLUTZt – was nun?

V. l.: Georg Wäsler (ver.di), Moderatorin Sybille Stöhr und die grüne OB-Kandidatin Sabine Nallinger. Foto: ho

Ein Bürgerhaus, kulturelle Zwischennutzung, ein Club im Untergeschoss oder viele kleine Läden rund ums Möbel unter einem Dach?

 

Schwanthalerhöhe - Die Palette der Ideen ist breit und bunt, was im ehemaligen Möbelhaus XXXLutz auf der Theresienhöhe entstehen könnte. Jetzt folgten knapp 40 Bürgerinnen und Bürger, Ladeninhaber und Gastronomen der Einladung des Ortsverbandes Westend/Laim von Bündnis90/Die Grünen zur Diskussion mit Stadträtin und OB-Kandidatin Sabine Nallinger und Georg Wäsler von ver.di.

„XXXLutz hat nichts gemacht, was rechtlich nicht erlaubt ist“, führte der Gewerkschafter aus. Dennoch wurde den Mitarbeitern des Möbelhauses übel mitgespielt, wie in der Presse zu verfolgen war.

„Dem Betriebsrat sind oft die Hände gebunden, weil er in wirtschaftliche Entscheidungen nicht eingreifen kann. Er kann maximal die Folgen von Personalabbau mildern“, brachte Wäsler sein Bedauern zum Ausdruck. Auch die Stadt habe wenig Handhabe gegen solche unternehmerischen Entscheidungen.

„Hier muss öffentlich Druck gemacht werden, dass solche Firmen in München nicht erwünscht sind“ sagte die OB-Kandidatin der Grünen, Sabine Nallinger. Als Stadtplanerin gingen ihr die Ideen für eine neue Nutzung nicht aus. Mit Rücksicht auf die sensible Verkehrssituation und die unmittelbaren Wohnbebauung im Gebäude plädierte sie für ein Möbelhaus, das viele kleine, spezialisierte Läden beherbergt.

„Selbstverständlich müssen die Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden, was in ihrem Viertel mit diesem Haus geschieht“, ergänzte Nallinger.

Und gab damit den Anwesenden das Wort, die auch eigene Ideen einbringen: Ein Club zum Beispiel würde im Westend fehlen. Ein Bürgerhaus mit Räumen für Vereine. Eine kulturelle Zwischennutzung wie im „puerto giesing“.

Was auch immer in dem Haus geschieht, den Anwohnern aus den direkt darüber liegenden 500 Wohnungen brennt vor allem eines auf der Seele: Der Eigentümer solle sich endlich um Sauberkeit und Sicherheit am Objekt kümmern.

Herumliegender Müll wurde ebenso beklagt wie kaputte Schranken zu den privaten Stellplätzen.

Die stellvertretende Vorsitzende des BA 8, Sybille Stöhr (Grüne), die die Veranstaltung auch moderierte, und Stadträtin Sabine Nallinger versprachen, alle Anregungen mit in ihre Gremien zu nehmen.

Zum Thema Lutz hat der BA 8 eine Sondersitzung am 4. Dezember um 19.30 Uhr in der Gaststätte Bürgerheim, Bergmannstraße 33, angesetzt.

 

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