Direktmandat in Pasing Bürgermeister Josef Schmid - reif für ein Ministeramt?

Josef Schmid (CSU), Zweiter Münchner Bürgermeister. Foto: Matthias Balk/dpa

Er ist der Stimmenkönig unter den Münchner Landtagskandidaten der CSU. Einige Funktionäre trauen ihm ein Amt im Kabinett "absolut" zu.

 

München - Das CSU-Ergebnis in München – mit 25,2 Prozent ein Erdrutsch. Aber eine Zahl fällt nach der der Wahl schnell auf: 31,7 Prozent der Erststimmen hat Bürgermeister Josef Schmid erreicht, der im Stimmkreis Pasing als Direktkandidat gegen den grünen Ex-Bürgermeister Hep Monatzeder ins Rennen gegangen war.

Schmid hat damit als Landtags-Neuling das beste Ergebnis für die CSU in München eingefahren, noch vor dem prominenten Generalsekretär Markus Blume (30,7 Prozent, Ramersdorf) und vor Digitalminister Georg Eisenreich (29,1 Prozent, Hadern), der seit 15 Jahren im Landtag sitzt.

Schmid als künftiger Minister?

Schmid dürfte von seiner Popularität als Bürgermeister profitiert haben, von seinem Ruf als Wirtschaftsexperte und liberaler Großstadtpolitiker – und von seiner Verwurzelung im Westen. So gelang es ihm, weniger abzustürzen als andere CSUler.

Nun werden in der Partei Stimmen laut, die Josef Schmid als künftigen Minister im bayerischen Kabinett sehen. "Er wäre der richtige Mann dort, weil er München kennt wie keiner anderer in der CSU", sagt ein Parteifunktionär. Ein anderer sieht Schmid auch in der Rolle eines Wirtschafts- oder Bauministers: "Mit seiner Erfahrung kann er fast alles machen. Schmid ist absolut ministrabel."

Schwierig könnte werden, dass Ministerpräsident Markus Söder aus Proporzgründen kaum mehr als einen Münchner zum Minister machen wird – zumal er ohnehin Ministerämter an den künftigen Koalitionspartner abgeben muss.

Der aktuelle Münchner ist Georg Eisenreich, seit März Digitalminister im Kabinett. Eisenreich wird allerdings intern auch als künftiger Generalsekretär gehandelt. Damit wäre wieder ein Ministerposten für einen Münchner frei.

 

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