Dieter Reiter testet als Erster Jetzt aber wirklich: Das MVG-Radl rollt!

OB Dieter Reiter und MVG-Chef Herbert König sind gestern die ersten neuen „Fahrgäste“. Foto: Carolin Fröhlich

Neben Bus, U-Bahn und Tram gibt es jetzt ein neues Mitglied in der MVG-Familie – 12 Wochen nach geplantem Start.

 

München – Seit einiger Zeit gibt es sie bereits vereinzelt zu sehen: die blauen MVG-Räder. Aber nur zur Zierde – der Bordcomputer am Radl, der das Ausleihen möglich macht, funktionierte nicht. Am 17. Juli sollte es offiziell los gehen mit dem „vierten Standbein der MVG“, wie MVG-Chef Herbert König das Radl-Mietsystem nennt. Ein neuer Starttermin nach der Computer-Panne war ungewiss – jetzt ist es soweit.

„Wir wollten erst ausrollen, wenn alles tatsächlich funktioniert“, so OB Dieter Reiter. Nach einer feierlichen Ansprache folgt die Taufe der Radl-Station an der Schwanthalerhöhe. Insgesamt 1200 Räder können jetzt an weiteren 23 Radl-Stationen ausgeliehen werden. Bis Ende 2016 sollen es 125 Stationen werden. Insgesamt 5 Millionen Anschubfinanzierung der Stadt stecken im zweiten Radl-Mietsystem der Stadt.

Miet-Radl der Deutschen Bahn gibt es bereits in München. Bekommt „Call a Bike“ jetzt Konkurrenz? „Nein, wir wollen koexistieren und haben bereits einige Gespräche geführt“, sagt König.

Und so funktioniert’s: Wer ein Radl leihen möchte, braucht ein Smartphone und die App „MVG more“. Nach einer einmaligen Registrierung zeigt eine Karte alle verfügbaren Räder. Ein Code, den der Radl-Fahrer am Fahrradcomputer eingeben muss, entriegelt das Fahrrad.

Eine Minute Fahrt kostet 8 Cent, für Isarcard-Kunden und Studenten 5 Cent. Ein Jahrespaket mit 30 Freiminuten täglich kostet 48 Euro, für Isarcard-Besitzer 36 Euro und für Studenten nur 12 Euro pro Semester.

So geht es weiter: Ab November will sich die MVG auch im Auto-Teilen weiterentwickeln. Die App „MVG more“ zeigt dann auch aktuelle Standorte von Carsharing – also mietbaren – Autos der MVG-Partner.

 

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