Die Zukunft von Mercedes-Benz Das Angebot wächst deutlich

Ola Källenius, Mitglied des Vorstandes der Daimler AG, präsentiert in New York das neue Mercedes-Benz GLC Coupé. Foto: Daimler

Mercedes-Vertriebsvorstand Ola Källenius zum Premieren-Feuerwerk der Marke auf der Auto Show in New York und zu den Ausbau-Plänen für die nächsten Jahre.

 

New York - Auch wenn die PS-Show am Big Apple im internationalen Messe-Konzert nicht gerade die erste Geige spielt, wird sie laut Vertrebsvorstand Ola Källenius von Mercedes-Benz sehr ernst genommen: "New York war für uns immer wichtig." Der Hauptgrund: Die Veranstaltung lockt mehr als eine Million Besucher an, also mehr als die IAA in Frankfurt. Dass die Stern-Marke dieses Jahr das GLC Coupé und vier AMG-Modelle als Weltpremieren dabei hat, "hat sich so ergeben", so Källenius.

Der von VW ausgelöste Dieselskandal macht sich für Mercedes bei den Verkaufszahlen noch nicht bemerkbar. In den USA spielt der Selbstzünder aber laut des Vertriebschefs mit rund drei Prozent Verkaufsanteil sowieso nur eine Nebenrolle. Und in Europa seien die Diesel-Anteile je nach Land von bis zu 70 und 80 Prozent stabil. Für Ola Källenius ist das ein bedeutsamer Aspekt, denn er hält den Diesel zur Einhaltung der strengeren CO2-Flottenwerte nach wie vor für unverzichtbar. Bestes Zeichen für die große Bedeutung, die man dieser Antriebsart bei Mercedes-Benz nach wie vor und auch in Zukunft zumisst ist die Summe, die in die Entwicklung des derzeit modernsten Vierzylinder-Spardiesels in der neuen E-Klasse investiert wurde: satte 2,5 Milliarden Euro.

In den nächsten Jahren werden die Stuttgarter ihr Portfolio noch deutlich ausbauen. Derzeit werden 30 Modelle und Varianten angeboten, im Jahr 2020 sollen es bereits 40 sein. Ebenfalls kräftig erweitert wird laut Källenius die Palette der alternativen Antriebe - mittelfristig sollen zehn Plug-in-Hybrid-Versionen zu haben sein, dazu ein Brennstoffzellenfahrzeug und zusätzlich zu den rein elektrisch angetriebenen Versionen von Smart und B-Klasse auch ein weiterer reiner Stromer mit einer Reichweite von 400 bis 500 Kilometer. Gerade bei den Plug-in-Hybriden sieht der Mercedes-Manager noch eine Menge Luft nach oben: "Wir haben derzeit noch nicht so hohe Stückzahlen, aber es werden jeden Monat mehr."

 

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