Die Top Ten der Liebes-Ausflüchte Von wegen Migräne: Das sind die häufigsten Sex-Ausreden

In deutschen Betten wird gelogen, dass sich die Balken biegen: Vor allem Frauen drücken sich gern. Foto: dpa

Eine Studie zum Weltkopfschmerztag zeigt: Der vermeintliche Klassiker unter den Sex-Ausreden ist seltener als gedacht. Die Top Ten der Liebes-Ausflüchte - und welches Geschlecht häufiger lügt.

München - "Tut mir leid, Schatz, heute nicht: Ich habe Kopfweh“ – dieser Satz gilt als die Mutter aller Ausreden, wenn Frau gerade einmal keine Lust aufs Liebesspiel hat. Doch ist das nur ein altes Klischee? Und welche Ausreden lassen sich die Deutschen wirklich einfallen, wenn sie ihren Partner nicht vor den Kopf stoßen wollen?

In einer Umfrage zum Weltkopfschmerztag am Freitag unter mehr als 1.000 Bundesbürgern wurden die häufigsten Sexausreden ermittelt – mit spannenden Ergebnissen: Allen Vorurteilen zum Trotz landen die viel zitierten Kopfschmerzen nur auf Platz sechs.

Auf Platz 1: „Ich bin heute einfach zu müde, Schatz“ Stattdessen gähnen sich Sex-Muffel lieber gegenseitig etwas vor, um der Liebespflicht zu entgehen: Rund jede zweite Frau (54 Prozent) und mehr als jeder dritte Mann (38 Prozent) täuschen ihrem Partner oder ihrer Partnerin einen Anfall von Müdigkeit vor, wenn die Lust auf Sparflamme köchelt. Damit landet „Ich bin einfach zu müde“ bei beiden Geschlechtern unangefochten auf dem ersten Platz der beliebtesten Sex-Ausreden.

Auch ein stressiger Tag, verbunden mit dem Wunsch lieber allein als miteinander zu schlafen, wird von Männern (30 Prozent) und Frauen (38 Prozent) gleichermaßen vorgeschoben. Jeder fünfte Mann (20 Prozent) geht sogar noch einen Schritt weiter: Ob Erkältung oder Magenkrämpfe – sie schummeln ihrer Partnerin in Momenten der Lustlosigkeit einfach eine spontane Erkrankung vor, in der Hoffnung, dass ihre Liebste sich aus Angst vor Ansteckung abwendet.

Die Damenwelt setzt hingegen lieber auf Unruhe und Stress. 22 Prozent schwindeln ihrem Partner vor, dass ihnen einfach zu viel im Kopf herumgeht, um sich der Lust hingeben zu können. Die Vorstellung, dass sie beim Liebesakt womöglich eher an den Abwasch, die Steuererklärung oder gar den Chef denkt, scheint als Abschreckung zu funktionieren – so landet diese Ausrede auf Platz drei der weiblichen Schwindeleien. Genauso wirksam offenbar: „Lass uns doch einfach nur Kuscheln“ (22 Prozent).

Bei Männern muss zudem manchmal der Job als erfundener Abtörner herhalten: 13 Prozent schieben vor, noch etwas Wichtiges fürs Büro erledigen zu müssen – auf die gleiche Idee kommen dagegen nur vier Prozent der Frauen. Sie täuschen eher ihre Periode vor (16 Prozent).

Doch aller Kreativität zum Trotz bleibt die gute Nachricht: Die Mehrheit der Deutschen nutzt überhaupt keine Ausreden im Schlafzimmer. Statt ihren Partner anzuschwindeln, sagen ganze 47 Prozent einfach klar und deutlich die Wahrheit, wenn sie kein Lust auf die Lust haben. Pikant: Vor allem die Frauen lügen gerne, um sich zu drücken Jeder Fünfte (20 Prozent) behauptet zwar, sich noch nie einer Ausrede bedient zu haben, würde aber nicht davor zurückschrecken, wenn er mal keine Lust hat. Pikant: Frauen greifen deutlich häufiger zu kleinen Lügen, um sich vorm Sex zu drücken. Ein Drittel gibt offen zu, schon einmal gelogen zu haben, um den Partner nicht zu verletzen – gleiches gilt dagegen aber nur für jeden vierten Mann (25 Prozent).

Doch es gibt auch eine beruhigende Nachricht zum Schluss: Häufig wird nur in sechs Prozent der deutschen Schlafzimmer gelogen, wenn es um die schönste Nebensache der Welt geht – bei den meisten Paaren herrscht statt Liebesfrust also eher Liebeslust.

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Die Studie wurde von der Partnervermittlungsagentur Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT durchgeführt. 1079 Personen zwischen 18 und 65 Jahren wurden befragt. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung.

Die Top-Ten der Liebes-Ausflüchte

Männer:

1. „Ich bin heute einfach zu müde“ (38 %)

2. „Es war ein stressiger Tag – ich will schlafen.“ (30 %)

3. „Mir geht es gar nicht gut – ich glaube ich werde krank.“ (20 %)

4. „Mir geht so viel im Kopf rum – ich kann heute nicht abschalten.“ (17 %)

5. „Ich will heute nur kuscheln.“ (17 %)

6. „Ich habe Kopfschmerzen.“ (14 %)

7. „Ich muss noch arbeiten, ein wichtiges Meeting steht an.“ (13 %)

8. „Die Kinder oder die Nachbarn könnten uns hören.“ (7 %)

9. „Gleich kommt aber Fußball im Fernsehen.“ (7 %)

10. „Wir hatten doch gestern erst Sex.“ (7 %)

Frauen:

1. „Ich bin heute einfach zu müde“ (54 %)

2. „Es war ein stressiger Tag – ich will schlafen.“ (38 %)

3. „Mir geht so viel im Kopf rum – ich kann heute nicht abschalten.“ (22 %)

4. „Ich will heute nur Kuscheln.“ (22 %)

5. „Mir geht es gar nicht gut – ich glaube ich werde krank.“ (21 %)

6. „Ich habe Kopfschmerzen.“ (18 %)

7. „Ich habe momentan gerade leider meine Tage.“ (16 %)

8. „Wir hatten doch gestern erst Sex.“ (7 %)

9. „Die Kinder / Nachbarn könnten uns hören.“ (7 %)

10. „Ich muss noch arbeiten, ein wichtiges Meeting steht an.“ (4 %)

 

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