Die Stimmen zum Löwen-Remis Pereira nimmt Boenisch in Schutz: "Meine Verantwortung"

, aktualisiert am 06.04.2017 - 12:24 Uhr
War mit dem Ergebnis seiner Mannschaft nicht zufrieden: Löwen-Trainer Vitor Pereira. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der TSV 1860 gibt gegen den VfB Stuttgart einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Coach Vitor Pereira klagt über einen taktischen Fehler, Stefan Ortega und Stefan Aigner hadern mit dem Gegentor. Die AZ hat die Stimmen zum Südschlager.

 

München - Nichts war es für die Sechzger mit einer Vorentscheidung im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Liga. 1860 spielt wegen eines Last-Minute-Knockouts "nur" Remis gegen den VfB Stuttgart (1:1). Die Beteiligten monieren hinterher die Szene, als Sebastian Boenisch Ausgleichs-Torschütze Marcin Kaminski den Ball auflegte – die Reaktionen zum Spiel:

Vitor Pereira ist unzufrieden

Löwen-Coach Vitor Pereira: "Wenn man sich mein Gesicht anschaut, sieht man, dass ich nicht zufrieden bin. Stuttgart hat sehr, sehr viel Qualität. Wir haben dem Gegner absichtlich Raum gelassen, waren gut im Block. Der Gegner hat das Spiel mit Ball aber dominiert, das sind ihre Stärken."

…auf Nachfrage der AZ zum Gegentor: "Stuttgart hat das Tor gut herausgespielt. Manchmal machst du nicht die Fehler, sondern der Gegner macht das Tor gut. Manchmal ist das so. Wir waren gut positioniert, wussten aber, dass der Ball in die Tiefe kommen kann. Wir hätten die Mitte besser besetzen müssen. Wir hatten aber 90 Minuten geackert, manchmal passiert sowas. Es ist aber nicht die Verantwortung der Spieler, es ist meine Verantwortung. Solch ein Ergebnis ist schade für die Spieler, es ist schade für die Fans.“

Stefan Aigner hadert mit Gegentor

Stefan Aigner: "Es ist bitter, was wir heute marschiert und gelaufen sind. Ich war schon in der Halbzeit fix und fertig, weil wir weite Wege gegangen sind. Wir wussten, dass wir es machen müssen. Du hältst so lange die Null, und dann kassierst du kurz vor Schluss dieses Tor. Wenn man den Spielverlauf sieht, ist das einfach nur bitter."

... über die Entwicklung der Mannschaft: "Wir sind konstanter geworden, haben uns gefunden, sind mittlerweile unangenehm zu spielen."

... über die Stimmung in der Arena: "Man sieht das Potenzial in diesem Verein, wie viele Fans dahinterstehen. Auch wenn 10.000 Stuttgarter da waren. Aber das ist als Spieler schön zu sehen."

Stefan Ortega beschreibt den Ausgleich

Stefan Ortega: "Es ist richtig bitter, am Ende mit diesem Knockout vom Platz zu gehen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Es war klar, dass wir Stuttgart nicht einfach herspielen würden, der VfB hat eine brutale Qualität. Wir haben das aber mit allen Mann richtig gut verteidigt. Es ist bitter, dass durch solch ein Tor am Ende doch nur ein Punkt rauskommt."

…auf Nachfrage der AZ über das Gegentor: "Langer Ball, die kommen mit allen rein. Es ist klar, dass man nicht jedes Kopfballduell gewinnen kann. Stuttgart hatte lange Jungs auf dem Platz stehen. Der Ball fällt irgendwie runter, Basti (Boenisch, d. Red.) schießt den Ball dem Stürmer gegen das Bein und so passiert es."

…auf Nachfrage der AZ zum Gefühlsausbruch von Coach Vitor Pereira: "So haben wir ihn ja jetzt alle kennengelernt. Er ist nicht der ruhigere Typ. Er ist richtig enttäuscht, dass es nur ein Punkt wurde. Aber das wird sich bei ihm legen, und dann wird es eine sachliche Analyse geben."

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