Die rote Zukunft So sieht das neue Gerüst des FC Bayern aus

Der Jahrgang von 1995 könnte in Zukunft das Gerüst beim FC Bayern bilden (v.l.): Serge Gnabry, Leon Goretzka, Niklas Süle und Joshua Kimmich. Foto: dpa, imago, GES, Rauchensteiner, sampics, firo/Augenklick

Der FC Bayern plant für die kommende Saison den großen Umbruch. "Das Gesicht der Mannschaft wird sich ändern", sagt Rummenigge. Spieler wie Gnabry, Kimmich und Süle dürften die Säulen werden.

München - Wer die Zukunft des FC Bayern sehen möchte, der muss eigentlich nur am Mittwoch zum öffentlichen Training an die Säbener Straße kommen und ganz genau hinschauen. Denn dort gehen ab 11 Uhr wieder viele der Profis ihrer Arbeit nach, auf die der Klub in den kommenden Jahren setzen will.

Wer das ist, das zählte Karl-Heinz Rummenigge bei der Jahreshauptversammlung am Freitag ja konkret auf. Der Vorstandsboss nannte die U-30-Spieler Niklas Süle (23), Thiago (27), James (27), Leon Goretzka (23), Serge Gnabry (23), Corentin Tolisso (24), David Alaba (26), Kingsley Coman (22), Joshua Kimmich (23), Renato Sanches (21), Winterzugang Alphonso Davies (18) sowie Manuel Neuer (32) und Robert Lewandowski (30).

Schon jetzt sehe er den FC Bayern für die Zukunft gut aufgestellt. Ab der Saison 2019/20 werde sich dennoch das "Gesicht der Mannschaft ändern", sagte Rummenigge und kündigte, wie es zuvor bereits Präsident Uli Hoeneß getan hatte, größere Transfers für den kommenden Sommer an.

Die AZ erklärt, wie der Kern der Mannschaft dann aussehen könnte.

Tor

Auch wenn Neuer aktuell seine bislang schlechteste Saison spielt, ist er bei den Bayern-Bossen nach wie vor unantastbar. Rummenigge nannte ihn erst am Freitag wieder den "besten Torhüter der Welt".

Außenverteidigung

Auf der linken Seite ist Alaba derzeit alternativlos. Rechts überzeugte Kimmich als Nachfolger von Philipp Lahm. Nach Nationaltrainer Joachim Löw zog nun aber auch Bayern-Coach Niko Kovac den 23-Jährigen ins defensive Mittelfeld. Deshalb verteidigt nun Rafinha (33) rechts. Der Vertrag des Brasilianers läuft im Sommer aus. Auf den Außenpositionen haben die Bayern also Nachholbedarf.

Innenverteidigung

Die Namen von Mats Hummels (29) und Jérôme Boateng (30) fehlten bei Rummenigges Aufzählung. Nur Zufall oder steht das Weltmeisterduo unter besonderer Beobachtung? Boateng wollte im Sommer weg, Hummels schwächelte zuletzt speziell im Topspiel gegen Dortmund (2:3). Im internen Ranking soll Süle bereits an beiden vorbeigezogen sein. Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber kündigte im AZ-Interview an, dass ab Sommer "ein Spieler wie Weltmeister Benjamin Pavard eine Stütze in der Abwehr sein könnte". Vieles deutet also darauf hin, dass der Transfer des 22-Jährigen, der auch rechts verteidigen kann, hinter den Kulissen bereits festgezurrt wurde.

Mittelfeld-Zentrum 

Auch Javi Martínez (30) und Thomas Müller (29) nannte Rummenigge nicht. Der Spanier konnte in dieser Saison als Sechser bislang nicht vollends überzeugen. Offensivmann Müller spielt nicht konstant gut. Im Frühjahr werde man laut Hoeneß analysieren, "wer zu gebrauchen ist, und wer nicht". Gilt das auch für die beiden?

Thiago, der 2013 nach München kam, kündigte bei "Spox" und "Goal" an: "Natürlich können zu dieser Etappe noch einige Jahre hinzukommen." James’ Zukunft ist trotz Kaufoption der Bayern weiter offen. "Ich würde gerne bleiben", sagte der von Real Madrid ausgeliehene Kolumbianer, schränkte aber ein: "Ich kann nichts versprechen. Wenn ich gehen muss, weil ich nicht spiele, dann gehe ich." In Sanches und dem am Kreuzband verletzten Tolisso bietet der Kader weitere Alternativen.

Aktuell bilden aber Kimmich und Goretzka ein erfolgreiches Gespann im Zentrum. Der Jahrgang 1995, zu dem auch Süle und Gnabry gehören, bringt sich in Stellung. "Jetzt müssen wir den nächsten Schritt gehen, uns alle etablieren – dann können wir zusammen angreifen", sagt Goretzka.

Außenbahn

Die Ära von Arjen Robben (34) und Franck Ribéry (35) endet im Sommer. Und ihre Erben stehen längst bereit. "Wir hätten vermutlich ein paar Punkte mehr und damit ein paar Diskussionen weniger, wenn sich Kingsley Coman, unser größtes Talent, nicht am ersten Spieltag verletzt hätte", sagte Rummenigge über den Kronprinzen Nummer eins, der nach einem Syndesmosebandriss am Samstag beim 2:1 in Bremen sein Comeback feierte. Als zweifacher Torschütze ragte dabei aber Gnabry heraus. Er kommt, genau wie im Nationalteam, auch bei Bayern immer besser in Schwung. Auch Winterneuzugang Davies gilt als Zukunftsversprechen.

Sturm

Rummenigge adelte Lewandowski als den "erfolgreichsten Torjäger seit Gerd Müller". Der Pole ist bei Bayern nach wie vor nicht wegzudenken. Lothar Matthäus empfahl seinem Ex-Klub aber eine Alternative für die Zukunft: "Timo Werner würde perfekt zu Bayern München passen."

Na dann.

Im Video: Niko Kovac - "Ich kann nicht auf dicke Hose machen"

 

5 Kommentare

Kommentieren

  1. null