Die reichsten Deutschen BMW-Imperium stößt Aldi-Familien vom Thron

Die Geschwister Stefan Quandt (li.) und Susanne Klatten (re.) bei der Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes für ihre Mutter Johanna Quandt (Mitte) Foto: ddp images

Die Familie Quandt belegt mit einem Vermögen von 31 Milliarden Euro zwar Platz eins, aber die Liste des "manager magazins" dürfte eine der letzten über Deutschlands Geld-Elite sein, in der sich noch kein Internet-Unternehmen unter den Top Ten tummelt.

 

Reich, reicher, Quandt: In der neuen Liste des aktuellen "manager magazins" steht die BMW-Dynastie an der Spitze der 500 wohlhabendsten Deutschen. Mit einem gemeinsamen Vermögen von 31 Milliarden Euro haben die Geschwister Stefan Quandt (48) und Susanne Klatten (52) sowie ihre Mutter Johanna (88) demnach die Aldi-Brüder vom Thron gestoßen: So rutschen die Familien Albrecht und Heister (Aldi Süd) mit ihren 18,3 Milliarden Euro auf Platz zwei. Und ganz vom Treppchen verbannt wird die Familie Theo Albrecht jr. (Aldi Nord), die sich mit 16,5 Milliarden Euro gar mit dem vierten Platz zufrieden geben muss.

Dazwischen ist das Mutter-Sohn-Team aus Georg (49) und Maria-Elisabeth Schaeffler (73) auf Rang drei geklettert: Noch vor wenigen Jahren drohte den beiden die Pleite, weil sie sich mit der Übernahme des Reifenherstellers Continental beinahe ruiniert hätten. Aber heute sind die zwei Großindustriellen mit einem Vermögen von 17,6 Milliarden Euro so reich wie nie zuvor.

Dieter Schwarz (75), der Gründer und Eigentümer von Lidl und Kaufland, macht es sich mit seinen 14,5 Milliarden Euro auf Platz fünf bequem. Dicht gefolgt von den weißen Westen der Familie Reimann, die mit Reinigungsmitteln wie Vanish und Calgon ein Vermögen von 14 Milliarden Euro angehäuft hat. Auf Platz sieben leuchten die Namen Tchibo und Beiersdorf, hinter denen sich alter Hamburger Geldadel verbirgt: Die Familie Herz hat es mit Kaffee, Tesa und Nivea auf 11 Milliarden Euro gebracht.

Am unteren Ende der Top-Ten-Leiter tummeln sich auf Platz acht die Familie Otto, die mit ihrem gleichnamigen Versandhandel 9,5 Milliarden Euro verdient hat, auf Platz neun die Familie Würth, die sich mit Werkzeug und Schrauben 8,2 Milliarden Euro erarbeitet hat und auf Platz zehn Familie Oetker, deren Oberhäupter übrigens keinen Doktortitel, aber 7,7 Milliarden Euro besitzen.

Die Samwer-Brüder, die letzte Woche mit dem Mode-Gigant Zalando und dem Start-Up-Unternehmen Rocket Internet an die Börse gegangen sind, haben es zwar noch nicht in diesen exklusiven Zehner-Zirkel geschafft - aber sie sind prozentual die größten Gewinner: Aus einer gutbürgerlichen Kölner Familie stammend, haben Marc (43), Oliver (41) und Alexander (39) Samwer es geschafft, ihr Vermögen von September 2013 bis September 2014 um sagenhafte 312 Prozent von 850 Millionen auf 3,5 Milliarden Euro zu steigern. Das riecht nach einem Generationenwechsel in der Liste der reichsten Deutschen.

 

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