Die Produkte stehen im Vordergrund Apple-Chef Tim Cook: "Umsatz ist zweitrangig"

Tim Cook teilt die Ansichten der Deutschen zum Schutz der Privatsphäre Foto: ddp images

Ende Januar gab Apple einen Rekordumsatz bekannt - mit einem Netto-Quartalsgewinn von 18 Milliarden US-Dollar. Jetzt Spricht Apple-Chef Tim Cook im Interview über die Apple Watch und darüber, dass Markanteile, Umsätze und Gewinne für das Unternehmen eigentlich "zweitrangig" seien.

 

Was der 2011 verstorbene Firmengründer Steve Jobs angefangen hat, das führt der derzeitige Apple-Boss Tim Cook (54) bravourös weiter. Ende Januar verkündete das Unternehmen einen unglaublichen Netto-Quartalsgewinn von 18 Milliarden US-Dollar und schrieb damit Wirtschaftsgeschichte. Jetzt spricht Cook im Interview mit der "Bild am Sonntag" darüber, dass das Brechen solcher Rekorde gar nicht das ultimative Ziel Apples sei. "Umsatz ist zweitrangig, Marktanteile sind zweitrangig, Gewinne sind zweitrangig. Das Wichtigste ist, sich darauf zu konzentrieren, großartige Produkte zu bauen", erklärt der Topmanager.

Auch Datenschutz ist für Cook ein wichtiges Thema: "Ich fühle mich den Deutschen sehr nah, weil sie meine Ansichten zum Schutz der Privatsphäre teilen. Wir lesen Ihre E-Mails nicht, wir lesen Ihre Textnachrichten nicht - und wir finden es inakzeptabel, wenn jemand das tut. Ich will auch nicht, dass jemand bei mir mitliest." Wenn Apple um Daten bitte, dann nur, "um unsere Produkte zu verbessern" und nicht etwa zum Auswerten für angepasste Werbung oder dergleichen.

Ähnlich sei dies auch beim Ende 2014 in den USA gestarteten Bezahldienst des Unternehmens: "Wir haben Apple Pay bewusst so konzipiert, dass wir nicht wissen, wo Sie etwas kaufen, wie viel Sie bezahlen oder was Sie kaufen. Wir wollen darüber nichts wissen! Ich hoffe, dass dies zum Industrie-Standard wird."

Nicht ohne meine Apple Watch

Über die im September 2014 vorgestellte und voraussichtlich im April erscheinende Apple Watch spricht Cook, der die Uhr selbst bereits trägt. "Wenn ich eine Stunde sitze ohne mich zu bewegen, dann tippt die Uhr auf mein Handgelenk und erinnert mich daran, aufzustehen", erzählt er zum Beispiel über eine der vielen Fitness-Funktionen der Watch.

Der Apple-Chef ist sich sicher, dass die smarte Uhr ähnlich richtungsweisend sein werde wie iPod, iPhone und iPad. Er fühle sich als der Nachfolger von Steve Jobs aber nicht unter Druck gesetzt. "Was ich fühle, ist, dass Apple auf der Welt ist, um Produkte zu bauen, die das Leben der Menschen bereichern. Ich versuche, meine Energie in die Bereiche einzubringen, bei denen ich glaube, besonders gut helfen zu können."

 

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