Die Pläne der SWM Blackout – Wie gut ist München auf einen Stromausfall vorbereitet?

München ist im Inselnetzbetrieb unabhängig von vorgelagerten Netzen. Foto: dpa

Was passiert, wenn in München der Strom großflächig ausfällt? Wie autark ist das Netz der Stadt? Auf diese Stadtratsanfragen haben die Stadtwerke jetzt eine klare Antwort gegeben.

 

München - Anfang April stellte die Bayernpartei einen Antrag an Bürgermeister Josef Schmid und fragte, wie gut das Stromnetz der Stadt vor einem Blackout geschützt ist. Auch zu den Gefahren, die durch einen solchen Stromausfall entstehen können, wollten die Politiker genaure Informationen wissen.

Nun haben die Stadtwerke (SWM) geantwortet - und machen klar, dass München nie länger als sechs Stunden ohne Strom auskommen müsste. Mit der aktuellen technischen Konditionierung sind die SWM in der Lage, "die Versorgung der Stadt ohne Unterstützung des vorgelagerten Übertragungsnetzbetreibers zu bewerkstelligen" (sogenannter Inselnetzbetrieb). "Im Normalbetrieb ist das Stromnetz der Landeshauptstadt im europäischen Stromverbundnetz eingebettet. Durch die Möglichkeit des Inselnetzbetriebs ist die Stadt München vor den Folgen eines im Verbundnetz auftretenden Störfalls weitestgehend abgesichert", heißt es in der Antwort.

Das Leitwerk wurde außerdem mit einem umfassenden Sicherheitskonzept ausgestattet. Neben einem Zutritt für nur berechtigte Personen sieht dieses auch eine Absicherung gegenüber Hacker-Angriffen und Terroranschlägen vor.

Im Falle eines Blackouts reichen die städtischen Treibstoffreserven (zum Beispiel für Dieselgeneratoren) "für bis zu 20 Tage". "Selbst bei einem europäischen Krisenfall mit einem zeitgleichen Totalausfall der öffentlichen Gasversorgung", wie die SWM betonen. Doch dazu wird es wohl nicht kommen: Die SWM gehen davon aus, dass "im Worst Case Fall die Stromversorgung innerhalb Münchens in wenigen Stunden, d.h. weniger als 6 Stunden, im Inselnetzbetrieb wiederhergestellt wird".

 

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