Die neue Schrannenhalle Alle Standl: Das ist die neue Schranne

Schrannen-Besitzer Hans Hammer auf der Käfer-Empore. Hinten die zweite, auf die ein Steirermarkt kommt. Foto: Schramek Foto: Schramek

Schrannen-Eigner Hans Hammer verrät im Interview alles über Mieter, Mieten, Preise, Öffnungszeiten und das kulturelle Konzept der Schrannenhalle .

MÜNCHEN - Auf ein Neues: Am 13. Oktober feiert die Schrannenhalle fröhliche Auferstehung. Nach ihrem langen Dornröschenschlaf eröffnet sie mit einem neuen Konzept und neuen Mietern: Künftig, so das Ziel des Schrannen-Investors Hans Hammer, soll sie kein Party- oder Event-Tempel mehr sein. Sondern eine Markthalle und eine perfekte Ergänzung zum berühmten Nachbarn, dem Viktualienmarkt. Jetzt steht auch das komplette Sortiment. Die AZ sprach mit Hans Hammer.

AZ: Herr Hammer, wie weit sind Sie mit der Schranne?

HANS HAMMER: Wir gehen mit der Baustelle auf den Endspurt zu und freuen uns auf die Eröffnung am 13. Oktober.

Wie wird die Eröffnung ablaufen?

Es wird am Vormittag, natürlich mit OB Ude, eine Eröffnungsfeier geben, ab 15 Uhr ist dann für alle auf. Zwei Tage später, am Samstag machen wir noch ein großes Schrannen-Fest für alle Freunde und Nachbarn, wir laden auch alle vom Viktualienmarkt ein.

Es gab Gerüchte, Sie hätten Schwierigkeiten gehabt, das letzte Drittel der Halle zu vermieten?
Nein, wir haben gerade den letzten Vertrag unterzeichnet, es sind 20 Händler und die Schranne ist damit voll vermietet. Die Verhandlungen haben sich zuletzt gezogen, wir wollten eben nicht irgendjemanden, sondern nur Anbieter, die auch zum Konzept passen.

Wer passt zum Konzept?
Es sind durchwegs gute und regionale Produkte, wobei wir die Region da weit fassen.: Es gibt auch österreichische und italienische Produkte.

Stimmt es eigentlich, dass Sie bei einigen Händler mit dem Preis ein wenig runtergehen mussten?
Jein. Natürlich haben wir verhandelt, aber insgesamt haben wir unsere Vorstellungen schon umgesetzt. Man muss halt mit den Leuten reden und individuell auf sie eingehen. Wenn man sich anschaut, was die Läden drumherum für Preise haben, sind wir so teuer nicht. Wenn wir tatsächlich zu teuer gewesen wären, hätten unsere Händler ja nicht unterschrieben.

Sie haben auch mit Händlern vom Viktualienmarkt verhandelt. Ziehen denn welche um in die Schranne?
Wir haben einen Obst- und Gemüsehändler, der vom Viktualienmarkt zu uns zieht. Insgesamt sehen wir uns als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zum Markt.

Fisch Witte wird das vielleicht anders sehen, wenn Michael Käfer immer dienstags Fischgerichte anbietet.
Komplett wird sich Konkurrenz in dieser Lage nicht vermeiden lassen, auch in anderen Restaurants in der Nähe werden ja Fischgerichte angeboten. Aber Käfer hat keinen Fischstand in der Schranne.

In puncto Preise: Werden die Produkte für den normalen Münchner erschwinglich sein?
Auf jeden Fall, das ist keine Hummerhalle. Unser Zielpublikum ist der Münchner, der Wert legt auf Qualität. Das war auch immer unser Ansatz: Ausgerechnet in München, wo man mit Recht sagt ,Wir wissen, was gut ist’ und ,Wir wissen, wie man lebt’ – gerade da gab es keine Markthalle. Genau das ändern wir jetzt.

Welche Rolle spielt eigentlich die Kultur?
Es wird kulturelle Veranstaltungen geben, das genaue Konzept ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht spruchreif. Die Halle soll als Ganzes integriert sein: Das kann eine Jazz-Matinee bei Käfer sein, eine Installation in der ganzen Halle, es gibt auch Gespräche mit jungen Künstlern über eine Oper mit singenden Verkäufern.

Sind die Öffnungszeiten der Schrannen-Händler einheitlich?
Ja, wir haben in den Verträgen die sogenannte Betriebspflicht. Morgens schwankt es wohl zwischen neun und zehn Uhr, abends ist bis 20 Uhr geöffnet. Ausnahmen sind die angesprochenen kulturellen Veranstaltungen, da könnte dann länger offen sein.

Bauen Sie die Schrannenhalle auch außen noch um?
Das würden wir gerne machen, das sollte noch ein bisschen einladender werden, dass man sich da besser aufhalten kann. Wir führen Gespräche, aber da passiert frühestens im Winter was. Jetzt fangen wir erstmal an und nehmen hoffentlich noch einen schönen Herbst mit.

Pralinen, Wein und Vulkanoschwein - das kommt rein:

Butler’s: Wohnaccessoires, Deko und Geschenke

Französische Spezialitäten: Käse der Marken Xavier David, Fromi, französische Weine, Quiches

Südtiroler Bauernladele: Spezialitäten aus Südtirol und dem nahen Italien

Trüffel und Pastete: Trüffelprodukte wie Öle oder Nudeln und Pasteten aus dem Elsass

Amai Pralinen: Pralinen aus eigener Fertigung

Obstschmankerl in der Schrannenhalle: Obst & Gemüse

Tiroler Spezialitäten/Tiroler Bauernstandl: Spezialitäten aus Tirol

Andechser Biomilch Standl: Produkte der Andechser Molkerei

Olivier & Co.: Mediterrane Produkte wie erlesene Olivenöle, Marmeladen, Salze

Le Langage des Fleurs (Sprache der Blumen): Blumen und Accessoires

More than Champagne: hochwertige Weine, Destillate, Champagner aus dem Hause Moet Hennessy

Der Schwarzbrenner: hochwertige Liköre und Edelbrände

Tee Handelskontor Bremen: Tee und Accessoires

Espressobar: Verkauf und Ausschank von Segafredo Kaffeespezialitäten mit einem top Barista

Original sizilianische Gebäckspezialitäten: Canoli (Gebäckspezialität mit verschiedenen Füllungen), aber auch Limoncello

Weingut Leo Hillinger: Erzeugnisse aus dem Hause Weingut Hillinger

Caviar & Lachs: Kaviar und Lachs in unterschiedlichsten Variationen

Elixier: Verkauf von Weinen aus Deutschland (v. a. Pfalz), Italien, ggf. Südafrika, Brasilien

Jochen Schweizer: Events und Kochkurse

Steirische Spezialitäten/Steiermarkt: Weine, Kürbiskernöle, Essig, Schinken, Marmeladen und Wurstprodukte vom Vulkanoschwein



Tina Angerer

 

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