Die Münchner Party-Meile Rote Sonne: Hier tanzen auch Normalos blamagefrei

Heißt nicht nur so, sondern sieht auch danach aus: "Rote Sonne". Foto: Daniel von Loeper

Zu dröhnenden Electro-Klängen tanzen die Münchner in der "Roten Sonne", einem sympathischen Underground-Club mitten im Hochglanz-Partyrevier am Maximiliansplatz 5.

 

München - In der Roten Sonne drehen sich die Disco-Kugeln. Anders als im Pacha steckt das Party-Volk hier aber nicht im Anzug oder im kleinen Schwarzen. Die Gäste kommen lieber im Kapuzenpulli. Nicht so sehr Mainstream, dafür geben sie sich betont lässig mit Mütze oder Hut. Viele in Skater-Jeans sind Anfang, Mitte zwanzig. Manche auch etwas älter.

Die meisten kommen wegen der Musik. Anders als in vielen Clubs, wo Charts aus Boxen dröhnen, spielen die DJs Elektro rauf und runter. Mal geht es mehr in Richtung House – dann etwa, wenn die hauseigenen „Residents“ Matze Cramer, Maxim Terentjev und Anette Party auflegen. Ein andermal gibt’s Techno auf die Ohren. Für Gast-DJs bezahlen die Gäste gut und gerne zehn Euro Eintritt. Der Laden ist nach Mitternacht trotzdem brechend voll.

Das mag auch daran liegen, dass Elektro in München noch nicht überall zum guten Ton gehört. Aber auch die Lage an der Sonnenstraße ist perfekt. So passiert es immer wieder, dass Normalos in den Laden kommen und eben nicht nur Szenegänger. Das macht die Rote Sonne sympathisch. Auch tanzen kann hier jeder: Er fällt in Rauch- und Nebelschwaden und bei düsterem Licht bestimmt nicht unangenehm auf.

Die Typen, die hier Party machen, sind weder verschroben noch eingebildet. Nur dass sie halt besondere Musik mögen. Schmierige Kerle mit billiger Anmache tauchen selten auf. Und selten Frauen, die darauf abfahren. Geflirtet wird in der Roten Sonne trotzdem. Manchmal ist erst um sieben Uhr morgens Schluss.

 

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