Die Kraft liegt in der Mitte AZ-Teamcheck: Das Mittelfeld des FC Bayern

Sieben Spieler drängen in das defensive Mittelfeld des FC Bayern - die Spieler im AZ-Check. Foto: az-kombo | GES, firo Sportphoto, Rauchensteiner, Sampics, Augenklick

Vor dem Start in die neue Saison analysiert die AZ die verschiedenen Mannschaftsteile. Heute: Das defensive Mittelfeld um Neuzugang Arturo Vidal.

 

München - Pep Guardiola ist ein Mann der Mitte, in den Vorstellungen des Bayern-Trainers kann man gar nicht genug Mittelfeldspieler haben, er liebt es, ein spielerisches Übergewicht im Zentrum des Spiels zu generieren. Am Freitag (20.30 Uhr) startet der FC Bayern gegen den Hamburger SV, den Fast-Absteiger der vergangenen Saison, der sich gleich in der ersten Runde des Pokals bis auf die Dino-Knochen blamiert hat, auf seine historische Mission.

Die Münchner, Serientäter in Sachen Meisterschaft, wollen den drei Titeln, die sie bereits hintereinander gewonnen haben, die Quadruple-Schale folgen lassen. Das hat noch kein Team vor den Bayern geschafft. Aber die Bayern schaffen ja vieles, woran andere scheitern. Für den geschichts-trächtigen Erfolg brauchen die Bayern ihr Mittelfeld, denn dort liegt – auch nach dem Wechsel von Bastian Schweinsteiger zu Manchester United – die Kraft der Bayern.

Heute also Teil 2 des AZ-Checks der Mannschaftsteile: das defensive Mittelfeld.

Arturo Vidal

Falls es Kritiker an seiner Verpflichtung gab, hat der Chilene diese schon jetzt zum Schweigen gebracht. Starke Auftritte beim Audi Cup und im Pokal, Vidal signalisierte sofort: Ich bin hier, um Verantwortung zu nehmen! „Seine Aggressivität tut Bayern gut“, sagte Dieter Hoeneß der AZ. Man ist sich einig, dass den Bayern ein solcher Spieler gefehlt hat. Vidal dürfte seinen Platz in der Stammelf sicher haben.

Joshua Kimmich

Verletzte sich im Halbfinale des Audi Cups leicht am Oberschenkel, konnte aber schon im DFB-Pokal wieder spielen, und das sogar von Beginn an. Guardiola mag ihn sehr, er sagt: „Kimmich wird früher oder später Nationalspieler, eher früher als später.“ Echte Alternative im Zentrum zu Alonso.

Thiago

Fehlte beim Audi Cup und in der ersten Pokalrunde, was schon wieder schlimme Vermutungen auslöste. Die Krankenakte des kleinen Spaniers ist bekannt. Diesmal sind es aber nur Magenprobleme. Insgesamt in der Vorbereitung noch nicht so dominant wie erhofft. Thiago ist Guardiolas wichtigster Spieler im Mittelfeld.

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Pierre-Emile Höjbjerg

Hat es deutlich schwerer als Kimmich. In der Vorbereitung meist auf dem Flügel eingesetzt. Das schmeckt dem Dänen nicht, er will ins Zentrum, aber dort liegen mindestens fünf Spieler vor ihm (Alonso, Thiago, Vidal, Kimmich, Rode). Wird sich mit Teileinsätzen begnügen müssen. Wenn überhaupt.

Xabi Alonso

Machte keine gute Figur im Supercup gegen Wolfsburg, seine Schnelligkeitsdefizite sind unübersehbar. Klar, Alonso wurde nicht als Zerstörer geholt. Aber brauchen die Bayern im Zentrum nicht einen robusteren Spieler, einen Vidal? Alonso genießt bei Guardiola hohes Ansehen. Trotzdem könnte er auf Sicht aus der Startelf fliegen.

Gianluca Gaudino

So talentiert, aber auch so weit weg von Einsätzen in Pflichtspielen. Guardiola kann mit dem 18-Jährigen nicht viel anfangen, zuletzt spielte Gaudino bei den Amateuren in der Regionalliga. Eigentlich schade, das Potenzial für die Bundesliga hat Gaudino.

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Sebastian Rode

Häufig unterschätzt, aber häufig auf dem Platz zu finden. Guardiola schätzt seine Zuverlässigkeit, seine Laufstärke. Rode enttäuscht nie, wenn er spielt. Deshalb kämpft er mit Kimmich um die Rolle als erster Vertreter der Herren Alonso, Vidal, Thiago.

 

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