Die fünfte Generation des Opel Corsa OPC Klein, schnell, stark

Fühlt sich auch auf der Rennstrecke pudelwohl: Der Opel Corsa OPC mit 207 PS bringt's auf 230 Sachen Spitze. Foto: Hersteller

Ganz schön munter, der Kleine: Die fünfte Generation des Corsa OPC bringt es auf wackere  207 PS Spitzenleistung und 230 Sachen Spitze.

 

 

Rüsselsheim -Opel weiß, worauf Autofans Appetit haben: Nämlich auf eine kräftige Portion Rennsport-Gefühle mit Straßenzulassung. Im Kleinwagen-Format ist dieses Menü jetzt wieder mit der OPC-Version des aktuellen Corsa zu haben. Hier alle Details und Eindrücke von der fünften Generation des potenten Turbo-Rennzwergs, dessen Preisliste bei 24 395 Euro startet.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann gehört natürlich schon von Berufs wegen zu den großen Fans des kleinen Flitzers. Aber man nimmt ihm die echte Begeisterung ab, die er nach den letzten Abstimmungsfahrten auf der Rennstrecke artikuliert: "Einfach pure Passion!" Für die sorgen im schnellen Rüsselsheimer (0 bis 100 in 6,9 Sekunden, 230 km/h Spitze) eine ganze Reihe von ausgewählten Zutaten. Etwa der 207 PS starke Turbobenziner. Das 1,6-Liter-Triebwerk liefert schon ab 1900 Umdrehungen stolze 245 Nm Drehmoment. Wenn mehr gebraucht wird, realisiert die Overboost-Funktion auch bis zu 280 Nm.

Diese ordentliche Kraftpackung landet per Sechsgang-Handschalter an der Vorderachse. Klar, dass sich der Vorderradantrieb beim vollen Beschleunigen aus der Kurve heraus durch ein dezentes Zerren im unten abgeflachten Lenkrad bemerkbar macht. Aber angesichts der Statur und Power des OPC muss man den Opel-Technikern eine wirklich anständige Arbeit attestieren. Insgesamt passt das mit dem versprochenen agilen Handling, das durch die neue Lackfarbe Opalblau auch optisch unterstrichen wird. Apropos Optik: Der an sich eher zurückhaltend dimensionierte Heckspoiler wird auf Wunsch auch durch eine Version im annähernden Kuchenblech-Format ersetzt. Für den, der gerne zeigt, was er hat.

Den Normverbrauch geben die Rüsselsheimer mit 7,5 Litern pro 100 Kilometer an. Das ist im natürlichen Lebensbereich des Corsa OPC etwa auf der Rennstrecke oder beim schnellen Landstraßen-Wuseln ein eher theoretischer Wert. Dass der Neue im verschärften Trab eine so gute Figur macht, rechtfertigt den Aufwand, den die Opel-Techniker mit Fahrwerks-Spezialisten von Koni getrieben haben. Dass der OPC auf dem Nürburgring abgestimmt wurde, glaubt man ihm jedenfalls sofort. Das Fahrwerk mit so genannter FSD-Technologie (Frequency Selective Damping), durch die die Dämpfkräfte an die Bewegungsfrequenz des Fahrzeugs angepasst werden, bringt jedenfalls bei aller Sportlichkeit das versprochene "gepflegte Maß an Komfort" mit. Das ESP ist ver- und abstellbar: Von sehr sorgsam über die etwas lässigere Version bis hin zum unbeeinflussten Rennspaß für Kurvenprofis.

Im Interieur finden sich Performance-Sitze von Recaro mit viel Seitenhalt, Sport-Pedale und Instrumente im OPC-Look. Gegen Aufpreis ist auch das Infotainment-System IntelliLink zu haben. Und wem das noch nicht reicht in Sachen Race-Flair, der kann auch noch das Performance Paket ordern. Die wichtigsten Zutaten: mechanische Lamellen-Differenzialsperre, 18-Zöller, sportlicheres Fahrwerk plus eine Brembo-Bremse mit 33 Zentimeter großen Scheiben.

 

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