Die Frist läuft ab Münchner Islamzentrum fehlen 3,5 Millionen Euro

So könnte das Islamzentrum an der Dachauer Straße aussehen - doch dafür fehlen 3,5 Millionen Euro. Foto: Jasarevic Architekten

Für die Münchner Moschee werden 4,4 Millionen Euro gebraucht –bis jetzt ist nur eine Million sicher. Der Stadtrat hält das Grundstück an der Dachauer Straße nur noch wenige Tage frei.

München – Jetzt wirds wirklich eng für das Islamzentrum: 4,4 Millionen Euro muss das Münchner Forum für Islam bis zum 30. Juni aufbringen, wenn es die geplante Münchner Moschee samt Bibliothek, Akademie und angeschlossener Gastronomie bauen will.

Davon fehlen aber laut "Süddeutscher Zeitung" wenige Tage vor Ablauf der Frist noch ganze 3,5 Millionen.

Bisher sei erst eine Million zusammengekommen, die hauptsächlich von Spendern aus den Golfstaaten bereitgestellt wurde.

Deshalb hat das Islam-Forum jetzt einen letzten Spendenaufruf auf Twitter verschickt, der weltweit Geldgeber mobilisieren soll.

Er soll das Islamzentrum doch noch retten. An den arabischen Spendenaufruf sind die Daten des Vereins-Spendenkontos angehängt.

 

Zuletzt hatte man auf eine Vier-Millionen-Euro-Spende eines saudischen Gönners gehofft, die jedoch nicht eintraf. Jetzt bleiben nur noch wenige Tage Zeit, um 3,5 Millionen aufzutreiben – sonst ist der Traum vom Islamzentrum, zumindest an der Dachauer Straße, ausgeträumt.

Schon mehrmals hatte die Stadt die Frist für das 3300-Quadratmeter-Grundstück an der Dachauer Straße verlängert. Sie befürwortet das Projekt – doch jetzt dürfte ihre Geduld am Ende sein. Kommt die Geldsumme nicht zusammen, hebt der Stadtrat die Reservierung für das Areal auf, sodass es wieder für andere Bauprojekte frei wird.

Für den als liberal geltenden Imam Benjamin Idriz, Vorsitzender des Islamforums in München, wäre es das Ende seiner zehnjährigen Planungen.

 

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