Die Frau hinter der Kunstfigur spricht Ilka Bessin erklärt Cindy aus Marzahn

Cindy aus Marzahn macht aktuell den New Yorker Broadway unsicher - und das mit großem Erfolg. Dass sich hinter der schrillen Fassade eine Frau verbirgt, die harte Zeiten hinter sich hat und auch heute noch teilweise unter Hänseleien leidet, wird allerdings oft vergessen. Nun kommt Ilka Bessin selbst zu Wort.

 

Cindy aus Marzahn ist bekannt wie ein bunter Hund, doch die Frau unter der künstlichen, pinken Hülle kommt nur selten zu Wort. Nun sprach Ilka Bessin (42) mit der Zeitschrift "Gala" über ihr eigenes Leben, das hinter der schrillen Fassade steckt. Und zwar in ihrer vorübergehenden Wahl-Heimat New York, wo sie mit großem Erfolg am Broadway auftritt. Ihre Kunstfigur Cindy scheint auch in den USA einen Nerv zu treffen.

Der Weg zum Erfolg war für Bessin allerdings holprig. Lange Zeit bezog sie Hartz IV und verlor zunehmend den Mut. "Es ist keine Schande, arbeitslos zu sein", betont die 42-Jährige, hat jedoch wenig gute Erinnerungen an diese Zeit. "Du heulst, frisst, lachst - alles gleichzeitig", sagt sie. "Essen war die Hauptbeschäftigung." Heute macht sie auf der Bühne Witze über diese Zeit und ist überzeugt, "um Comedy zu machen, hilft es, wenn du mal durch ein Tal der Tränen gegangen bist."

Als Bessin schließlich mit ihrer Comedy-Karriere durchstartete, änderten viele Menschen plötzlich den Blickwinkel auf das "schwarze Schaf". "Plötzlich kommen Leute aus der Schulzeit oder dem ehemaligen Berufsleben an, die dich gehänselt und dir das Leben zur Hölle gemacht haben, und wollen einen Kaffee mit dir trinken." Doch "die Lästerei hört mit dem Erfolg nicht auf", sagt Bessin. Auch heute, wo sie vor Tausenden von Menschen auftritt, wird gestichelt - von Kritikern, von Zuschauern, teilweise sogar von Kollegen. "Aber wie heißt es so schön: Was dich nicht umbringt, macht dich stark."

 

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