Die Bar in der Bar Gute Drinks in der Blume des Bösen

Charles Schumann in seiner „Tagesbar“ – jetzt hat er in seinem Schumann's eine neue Bar eröffnet. Foto: Petra Schramek

„Les Fleurs du Mal“ heißt eine neue Bar, die Charles Schumann jetzt eröffnet hat. Sie ist praktisch gelegen – mitten im Schumann’s

Deutschlands berühmtester Barkeeper, Charles Schumann, ist ein Mann der Kultur: Er ist belesen, er spielt Klavier und er kennt viele Schauspieler. Wenn einer wie Charles eine neue Bar eröffnet, ist es logisch, dass sie einen literarischen Namen trägt. „Les Fleurs du Mal“, wie der berühmte Gedichtband von Charles (!) Baudelaire heißt sein neuester Ableger, eine ganz wunderbare kleine Location im ersten Stock des Schumann’s.

Der Clou: Die Bar besteht praktisch aus einem neun Meter langen Tisch, an dem man ganz gemütlich sitzen, plaudern und dabei durch eine Lamellenwand das Treiben im Erdgeschoss beobachten kann. „Das ist Nussbaum, hab’ ich in einem Sägewerk in Oregon gekauft“, erzählt Schumann. Durchs Fenster haben sie den Monstertisch hereingehievt, das Design des ganzen Raums ist darauf abgestimmt.

Charles ist mächtig stolz auf sein neues Spielzeug, einen „kleinen Lebenstraum“ habe er sich mit dieser Bar erfüllt. Früher war der Raum nur selten geöffnet; Chris Dercon, der frühere Direktor vom Haus der Kunst, feierte dort öfter mal eine Kunstparty.

Heute steht die neue Bar nicht nur Schumann’s-Stammgästen wie Dichter Albert Ostermaier oder Klatsch-Queen Patricia Riekel zur Verfügung. Wer will, dem erklärt der sympathische Barkeeper Ferdinand alles über Portwein. Eine tolle Bereicherung für Münchens Barszene!

 

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