"Die Bank" Spielplatz für Erwachsene

 Foto: Daniel von Loeper

  „Die Bank“ in der Müllerstraße ist im Februar sieben Jahre alt geworden. Gefeiert wird nach dem Motto „Alles kann, nichts muss“, und manchmal spuckt die Wirtin Feuer

 

„Jetzt haben wir das verflixte siebte Jahr überstanden“, sagt Wirtin Caro Bischoff, „schon nicht schlecht!“ Eigentlich wollte sie nichts mehr am Hut haben mit Gastro, als ihr damals die Idee mit der Bank angetragen wurde. Aber die ehemalige Hypovereinsbank- Filiale in der Müllerstraße war doch ein zu reizvolles Objekt: Erlebnisgastronomie nennt sie heute das, was sie hier etabliert hat. Heute, sieben Jahre später, ist "Die Bank" jedes Wochenende voll, praktisch gelegen in der Müllerstraße, Einflugschneise ins Glockenbachviertel.

„Hier weiß man nie ganz genau, was auf einen zukommt“, sagt sie. „Was für Leute sind da, gibt’s heute Drink-Specials oder nicht, wie hängen die Lampen an der Wand, was wird aufgelegt?“ Verlässlich stehen hinten im Raum die zwei Kicker, die mittlerweile dauerbelegt sind von Profis, weswegen Bischoff bald ein eigenes Spielzimmer mit extra Kickern einrichten will.

Verlässlich laden an den Panoramafenstern breite schwarze Ledersofas zum Lümmeln ein.

Die Drinks sind mit Kreide an die schwarze Bar geschrieben; da gibt es zum Beispiel den „pangalaktischen Donnergurgler“ nach Geheimrezept für 6,42 Euro, der, wie Douglas- Adams-Fan Bischoff rezitieren kann, sich anfühlt, „als würde dir jemand mit einem in Zitronenscheiben gewickelten Goldbarren auf den Kopf hämmern“.

Im ersten Stock sind die Bücherregale gefüllt, in einem Raum stehen Instrumente von E-Schlagzeug bis selbstgebasteltem Xylophon, die Gäste tragen Kopfhörer und versuchen unter Anleitung, etwas Gemeinsames zu spielen – „Klangdusche“ heißt das. Die Pizzen, die oben aus dem Ofen kommen, sind für viele das alternative Pendant zu denen des P1, sie heißen etwa „Banküberfall“ und „Tresor“, kosten zwischen 6 und 12,50 Euro und auch das Rezept hält der Bäcker streng geheim.

Die Bilder, die an der Wand ausgestellt sind, wechseln alle paar Monate, auch die Deko und die Lampen – gerade leuchten Einkaufskörbe und Verkehrshütchen – sind nie sicher vor Veränderung. „Hip oder angesagt wollten wir nie sein“, sagt Caro Bischoff. „Wir haben ein sehr gemixtes, angenehmes Publikum, und hier ist viel Freiraum für Kreativität, ein Spielplatz für Erwachsene.“

Was passiert, das ist nie sicher. „Vielleicht tanze ich auch auf der Bar und schlucke Feuer“, sagt Bischoff. Die Bar ist jedenfalls immer gut gefüllt, mit guten Spirituosen, frischen Säften. „Wir wollen die Leute mit gutem Gewissen betrunken machen“, sagt Bischoff und grinst.


Müllerstraße 42, So. bis Do. 17 – 2 Uhr, Fr./Sa. bis 5 Uhr, www.die-bank.com, Tel.: 23 68 4171

 

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