Die Bands der Neuhauser Musiknacht Titus Waldenfels Band

Titus Waldenfels und Judith Jung haben den Jazz, den Blues, den Ska und ganz viel mehr Foto: www.titus-waldenfels.de

Jazz, Ska, Blues - die Titus Waldenfels Band spielt eine aufregende, eine ungewöhnliche Mischung

 

Eine unvorhersehbare Kombination an Musikstilen zwischen Django-Reinhardt-Jazz, von Tex-Mex und Ska beeinflusstem Blues und experimentalen Anklängen aus dem Umfeld der Weltmusikpioniere Embryo von dem virtuosen Gitarristen und Geiger aus München, der gleichzeitig Bassgitarre mit dem Fuss spielt und seit 20 Jahren on the road ist.

Zusammen mit Judith Jung, chanteuse extraordinaire aus Pfaffenhofen! Im Verlauf langer Jahre entwickelte sich die Musik von Titus Waldenfels und seinen verschiedenen Besetzungen zu einem durchaus eigenständigen Stil. Es sind Einflüsse jedweder Weise zu hören und sehen, die sich aber zu einem neuen Ganzen vermischen.

Da wäre Blues sowohl im elektrischen Stil, wie er in Waldenfels Heimatstadt München von einem seiner ersten Vorbilder, Nick Woodland, gespielt wird, als auch der traditionellen, dem Mississipi-Delta entstammenden Art. Da wäre Jazz, wie ihn der langjährige Duo-Partner von Waldenfels, Monty Waters, aus New York mitgebracht hat als auch New Orleans Jazz, kennengelernt durch das Spiel mit dem Freisinger Saxophonvirtuosen Uli Wunner, dem legendären Trompeter aus Louisiana, Leroy Jones, und Fats Domino's Saxophonisten Herbert Hardesty.

Unzählige Auftritte mit dem seit bald 50 Jahren existierenden Münchner Kollektiv Embryo erweitern kontinuierlich den Horizont und führten zu Konzerten mit Billie Holiday's Pianisten Mal Waldron und dem Karnataka Ensemble of Percussion. Mindestens so wichtig wie die Einflüsse aus Übersee sind die Begegnungen mit den eigenen Stars. Eine wochenlange Serie von szenischen Liederabenden mit dem Repertoire der unvergesslichen Schwabinger Gisela, oft in ihrer Anwesenheit, produziert im Münchner Lustspielhaus, hinterließ ebenso markante Spuren wie das Erforschen der Berliner Lieder der 20er Jahre.

Regelmäßig finden Liederabende mit Veronika von Quast statt. Viele Reisen nach Wien und zahllose Auftritte von Titus Waldenfels in und mit der dortigen Szene lassen München für ihn etwas farblos erscheinen, zeigen aber auch, wie nützlich es ist, eine Stadt ohne allzu starke Sogwirkung als Ausgangspunkt zu haben, um von dort aus Abstecher in alle Richtungen zu unternehmen: Auftritte in Nord- und Ostdeutschland, im Ruhrgebiet, in Berlin, an der Ostseeküste, in Tschechien, der Slowakei und Polen...

Am entscheidensten ist aber natürlich das Ergebnis: Langjährige Zusammenarbeit mit ähnlich gesinnten Kollegen wie Michael Reiserer, Peter Krämer, Lucie Cerveny, Marco Piludu, Robert Richter, Florian Burgmayr und vielen anderen lässt einen Pool von Musikern entstehen, aus den Konzertmitschnitten dieser Unternehmungen ist ein Paket von momentan fast 70 CDs entstanden, selbst vertrieben durch Unkraut Rekords.

Selbst geschrieben ist inzwischen auch ein guter Teil des Repertoires. Selbst konzipiert ist die Idee, Vituosität zwar zu pflegen, aber oft auch beiseite zu legen und mehrere Instrumente einfach, aber simultan zu spielen, um die Klangideen von Soundkünstlern wie Tom Waits oder Pascal Comelade in kleinen Besetzungen aufzugreifen. Und weil eine Reise nach Austin, Texas Titus Waldenfels unmissverständlich klarmachte, dass man vieles lernen kann, aber das Ergebnis seiner Bestrebungen letzen Endes doch aus der eigenen Person kommen muss: 'Rein ist nichts an unserer Musik, sie kann nur eine Mischung sein.'

 

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