Die Bands der Neuhauser Musiknacht Express Brass Band

Ein Kollektiv aus München: die Express Brass Band Foto: www.expressbrassband.de

Seit 14 Jahren zelebriert das Münchner Kollektiv einen Brass-Band-Stil der besonderen Art

 

Das Münchner Kollektiv EXPRESS BRASS BAND, 1999 gegründet und ursprünglich von dem Revival der Second Line Marching Bands aus New Orleans inspiriert, zelebriert nun schon seit über einer Dekade im Geiste des Sun Ra Arkestra oder des Art Ensemble of Chicago einen unverwechselbaren Brass-Band-Stil, tief verwurzelt im Jazz, Soul, Afrobeat, mit Einflüssen orientalischer Musik vom Maghreb bis Afghanistan.

Die EXPRESS BRASS BAND ist eine brodelnde subkulturelle Ursuppe, ein musikalisch-soziales Experiment ohne ideologischen Hintergrund, ohne Hierarchie und ohne Doktrin. Das Treffen mit anderen Bands der internationalen Straßenmusikszene hat sie mit der südeuropäischen Tradition der „bande musicale“ oder der „fanfares de la rue“ verbunden und gleichzeitig auf „eigene“ Wurzeln zurückverwiesen – hatte doch gerade diese politisch inspirierte Musik der Straße in den Achtzigern entscheidende Impulse von holländischen oder deutschen Bands wie dem „Willem Breuker Kollektiv“ oder dem „Sogenannten Linksradikalen Blasorchester“ erhalten.

Die wechselnden Formationen aus bis zu 20 Laien- und Berufsmusikern verschiedenster Herkunft spielen überall: in Parks, auf den Straßen, in privaten und öffentlichen Räumen, auf kleineren oder größeren Bühnen, auf internationalen Brass Band und Street Art Festivals. Nach einigen Auftritten im Münchner Volkstheater ist die Band 2010 erstmals als Laienformation bei den Münchner Opernfestspielen im Projekt „Narrenschiffe“ der Römischen Komponistin Lucia Ronchetti programmatisch integriert.

2012 spielte sie anlässlich der Eröffnung des Deutschlandjahrs in Russland neben dem Roten Platz in Moskau. Im Frühjahr 2013 erscheint die zweite CD der EXPRESS BRASS BAND auf dem renommierten Münchner Independent-Label TRIKONT. Das neue Album präsentiert einen Querschnitt durch 13 Jahre Bandgeschichte, ein „Patchwork“ aus verschiedenen Phasen einer sehr heterogenen Bandkultur mit Gastauftritten befreundeter Musiker der internationalen Szene (z.B. Abiodun Oyewole von den legendären „Last Poets“)

 

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