Teil 2 der AZ-Laufchallenge Fit durch Laufen: die ersten Eindrücke

Die erste Woche der Laufchallenge war anstrengend, aber macht Lust auf mehr. Foto: privat

Die erste Woche ist geschafft. Ich bin unglaublich stolz auf mich. Auch wenn mir dabei vor Augen geführt wurde, wie viel Potenzial es noch nach oben gibt.

Viele positive Eindrücke hab ich sammeln können, aber auch ersten Hindernissen bin ich schon begegnet.

Laufen ist ein Ausdauersport

Dass es beim Laufen auf die Ausdauer ankommt, das ist nun keine neue Erkenntnis – aber dennoch wurde mir klar, wie schlecht meine momentane Ausdauer ist.

Obwohl ich wirklich dachte, dass ich mir einen echt harmlosen Trainingsplan zusammengeschustert habe, war es anstrengender als gedacht. In meiner ersten Woche bin ich eigentlich nur zwei Minuten abwechselnd gelaufen und gegangen und das auch nur für eine halbe Stunde.

Ich bin davon ausgegangen, dass ich das ohne Probleme schaffe, aber es war tatsächlich anstrengend. In meinem Hochmut bin ich für meinen ersten Lauf sogar zu einem Waldstück zum Laufen spaziert, das zu Fuß etwa 45 Minuten entfernt ist. Zum Laufen war es echt schön, aber der Rückweg war dann schon fast eine Qual trotz schöner Natur um mich herum. Sogar Blasen hab ich davon bekommen. Aber naja, man lernt ja, also bin ich danach nicht noch zusätzlich spazieren gegangen, sondern in näherer Umgebung gelaufen. War auch anstrengend, aber im Vergleich nicht so übel wie beim ersten Mal.

Offen für Neues

Tatsächlich hab ich dann auch die Gelegenheit genutzt, um meine neue Umgebung überhaupt mal wirklich kennenzulernen. Ich muss dazu sagen, dass ich zu Beginn dieses Jahres umgezogen bin. Klar, ich weiß, wo die wichtigsten Locations und Geschäfte sind, aber meine direkte Wohngegend kannte ich bisher kaum. Man geht im Alltag ja nur von A nach B und das die meiste Zeit in der Bahn oder im Auto. Auf einmal hab ich wirklich meine Umgebung bewusst wahrgenommen und mich neu in meine Heimat verliebt.

Bisher bin ich auch einfach ohne genaue Route losgelaufen, das gefällt mir wirklich sehr. So sehr mir das spontane Drauf-los-Laufen gefällt, werde ich mir aber nächste Woche ein- oder zweimal vorher einen Plan machen, wo ich entlang laufen möchte, um möglichst viel Neues dabei zu entdecken – wer weiß, was die Gegend hier noch alles zu bieten hat.

Zudem werde ich mich auch mal mit dem Thema Ausrüstung und Schuhe auseinandersetzen. Es ist zwar unglaublich toll, dass man an nichts in diesen Sport investieren muss und einfach loslegen kann, aber Blasen möchte ich doch in Zukunft vermeiden.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Neben der Route und meinem Mangel an Ausdauer hat mich diese erste Woche auch die Frage beschäftigt, wann der beste Zeitpunkt zum Laufen ist.

Da man keinerlei Öffnungszeiten beachten muss, im Gegensatz zum Fitnessstudio, und man auch keinen organisierten Kurs dafür braucht, kann man sich völlig frei überlegen, wann man loslaufen möchte.

Ich habe auch noch das Glück, dass ich meine Arbeitszeit flexibel legen kann und somit theoretisch jeder Zeit laufen kann. Da ich morgens eher länger brauche, um in die Gänge zu kommen, ist laufen in der Früh ein absoluter Abturner für mich.

Nach dem Aufstehen mach ich lieber Yoga, um in den Tag zu starten. Da es aber schon ein wenig gekribbelt hat, mit dem Projekt Laufchallenge anzufangen, bin ich letzte Woche um die Mittagszeit losgelaufen.

Vor dem Essen schnell in die Laufklamotten geschlüpft, loslaufen und schon ist das Training für den Tag erledigt. Klingt super und war auch schön, hat aber auch einen Nachteil: die Mittagssonne. Bei milden Temperaturen oder bewölktem Himmel find ich die Mittagszeit wirklich ideal. Es ist ein super Break und man gerät nicht in Versuchung, nur mal schnell neben der Arbeit eine Kleinigkeit zu essen, sondern man macht mittags wirklich eine Pause. Außerdem sind nicht so viele andere Leute unterwegs – je nachdem, wo man laufen geht natürlich, aber mittags halten sich die Menschenmassen noch in Grenzen.

Leistung von Körper und Klamotte: Was Sportmode können muss

Aber sobald die Sonne runterknallt, drückt es schon sehr auf die Stimmung. Man schwitzt ohne Ende und jeder Schritt kommt einem doppelt so anstrengend vor. Daher werde ich kommende Woche versuchen, abends zu laufen, auch auf die Gefahr hin, dass deutlich mehr Menschen unterwegs sein werden.

Fazit nach Woche 1

Es ist gerade alles noch in der Anfangsphase – neu und aufregend, aber ich merke auch, dass man mehr wahrnehmen kann, als gedacht. Ich freue mich auf jeden Fall auf die neue Woche und bin gespannt, was mich dann alles Neues beim Laufen erwartet. Laut Plan werde ich jetzt wieder abwechselnd zwei Minuten laufen und gehen abwechseln, aber dieses Mal für 45 Minuten.

 

2 Kommentare