Die Auto-Show in New York Reichlich PS am Big Apple

Weltpremiere: Das schicke Mercedes GLC Coupé wird von Designer Robert Lesnik vorgestellt. Der X4-Konkurrent soll Bestwerte beim Platz für Passagiere und Gepäck liefern. Foto: Rudolf Huber

International gesehen ist die New York International Auto Show (NYIAS) keine große Nummer mehr. Aber wichtig ist sie trotzdem.

 

New York - Weil nämlich noch bis zum 3. April gut eine Million Besucher ins Javits Center strömen, zeigen die Hersteller doch eine ganze Reihe von Weltpremieren. Besonders groß ist das Neuheiten-Programm bei Mercedes und seiner sportlichen Tochter AMG. Das schicke GLC Coupé, die schwäbische Antwort auf den BMW X4, das mit 476 oder 510 PS überaus kräftig motorisierte C 63 Cabrio und weitere rasante Neuheiten zieren den großen Stand in New York.

Knallgelb startet Audi in den Frühling. Im Zentrum des Standes mit den Ringen leuchtet der R8 Spyder, dessen 5,2-Liter-V10 540 PS. Damit sprintet der offene Sportler in nur 3,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und schafft maximal 318 km/h. BMW präsentiert den langen und starken 7er und hat erfreulich viele Plug-in-Versionen ins Rampenlicht gestellt. VW zollt den aktuellen Widrigkeiten um den Abgasskandal Tribut und hat einen vergleichsweise kleinen, bescheidenen Stand mit ohne große Überraschungen installieren lassen. Das Motto: "Think new" - offen bleibt, ob damit die Niedersachsen sich selbst oder die Kunden im Visier haben.

Ein wirklich sehr gelungener Wurf ist der Mazda MX-5 mit in zwölf Sekunden auf Knopfdruck zu öffnendem Klapp-Hardtop, das laut Bernhard Kaplan, ab 1. April Chef von Mazda Deutschland, "mindestens 2000 Euro mehr" kosten wird als die Mütze aus Stoff. Nissan hat den GT-R kräftig auf Vordermann gebracht, Toyota zeigt ganz umweltbewusst den neuen Prius Plug-in. Und die Amerikaner? Die schwelgen bei einem sehr großen Anteil der Exponate in Protz und PS, als gäbe es kein Morgen. Muscle Cars, so weit das Auge reicht. Fürs grüne Gewissen muss der kleine Elektro-Parcours im Tiefgeschoss herhalten, gleich neben den Maxi-Geländegängern von GMC und Co.

 

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