Die Münchner CSU will die Statuen zurück. Die Arbeiten der Steinmetze sollen öffentlich sein

Landshut - Der Kunstkrimi um die Sphingen vom Münchner Nordfriedhof konnte bisher nicht aufgeklärt werden.

Wie die AZ berichtete, sind beiden Statuen mit Hahnenkopf und Löwenkörper, die bis in die 50er- oder 60er Jahre den Eingang des Nordfriedhofs zierten, verlorengegangen. Auf der linken Statue war "Sehet zu", auf der rechten "Wachet und betet" zu lesen.

Eine Spur führte zu einem verstorbenen Kunstsammler nach Landshut, die sich jedoch im Sande verlief.

Zurück auf ihren angestammten Platz sollen die beiden Statuen trotzdem - pünktlich zur 200-Jahrs-Feier der Friedhofsverwaltung im kommenden Jahr.

Zwar nicht die Originale, die sind wohl für immer verschollen, dafür aber Repliken. Die Statuen sollen mit dem vorhandenen Bildmaterial nachgebaut werden. Dafür macht sich jetzt die CSU stark.

Die Arbeiten sollen laut Stadtratsantag in Zusammenarbeit mit der Steinmetzmetzinnung und Bildhauern laufen. Und: Sie sollen auf einer öffentlich zugänglichen Fläche vor dem Friedhof geschehen, um Bevölkerung und Passanten an der Entstehung und dem Steinmetz- und Bildhauerwerk teilhaben lassen.

Die Sphingen sind vor allem durch Thomas Manns Novelle "Tod in Venedig" im Gedächtinis geblieben. In dem Roman werden die Statuen als "apokalyptische Fabelwesen" beschrieben, die seinen Protagonisten Gustav von Aschenbach ängstigen.