Die A8 gewinnt den Tagespreis ADAC-Bilanz: Das sind Bayerns schlimmste Staustrecken

Der Verkehr staut sich am 2. Juni 2017 auf der A9 bei München. Foto: Matthias Balk/dpa

Auch 2017 standen die Autofahrer auf Bayerns Autobahnen wieder unzählige Stunden im Stau. Der ADAC hat Bilanz gezogen: Auf diesen Streckenabschnitten gab es im letzten Jahr die meisten und längsten Staus.

 
  • 2017 standen die Autofahrer 74.971 Stunden im Stau
  • Am wenigsten ging auf der A3 - hier wirken sich die Grenzkontrollen aus
  • Den Stau-Tagessieg holte 2017 die A8: 33 Kilometer Stau
  • Nur Nordrhein-Westfalen hat mehr Staus als Bayern

München - Der neuesten Staubilanz des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) zufolge kam es im letzten Jahr auf Bayerns Fernstraßen auf 2.515 Autobahnkilometern zu 127.885 Meldungen. Die Stauzahlen sind enorm: Insgesamt standen die Verkehrteilnehmer unglaubliche 74.971 Stunden im Stau. Zur Verdeutlichung: 74.971 Stunden – das sind 3.123 Tage oder achteinhalb Jahre!

Auf der A3 gab's die meisten Staus in Bayern

Doch welche Strecke im Freistaat ist am schlimmsten, wenn es um das Warten im Stau geht? Dem ADAC zufolge war 2017 der mit Abstand am meisten vom Stau betroffene Streckenabschnitt die A3 Linz – Passau. Ursache dafür waren die Kontrollen der Grenzbehörden bei der Einreise von Österreich nach Deutschland. Während die Kontrollen an anderen österreichisch-bayerischen Grenzübergängen zu Staus auf österreichischem Staatsgebiet führten, finden die Kontrollen an der A3 auf deutschem Gebiet statt und verursachen dabei regelmäßig Rückstaus.

Acht Stunden Stau auf der A8

Wenn es um die schlimmsten Staus an einzelnen Tagen geht, befinden sich in der Deutschland-Top-10 drei Autobahnabschnitte aus Südbayern: Am Sonntag, 6. August, war auf der A8 zwischen München-Süd und Bad Reichenhall 33 Kilometer Stau. 335 Minuten ging hier gar nichts, schlimmer war es im Vorjahr nirgends.

"Auf Rang 2 landete der Samstag, 3. Juni", sagt Bernd Emmrich, Staubberater beim ADAC Südbayern. Betroffen war wieder die A8 zwischen Holzkirchen und Inntal-Dreieck. Hier staute es sich auf 29 Kilometern. Das bedeutete insgesamt 503 Minuten oder über 8 Stunden Stau. "Unglücklicherweise fiel der Beginn der bayerischen Pfingstferien mit dem italienischen Nationalfeiertag am 2. Juni zusammen. Durch das dadurch bedingte Lkw-Fahrverbot stauten sich die Brummis schon im Freistaat und trafen direkt mit den Urlaubern zusammen", erklärt Emmrich. In den Sommerferien erwischte es die A3 zwischen Passau-Mitte und Hengersberg: Am 16. August kam es hier auf 28 Kilometern zum Stillstand und 229 Stau-Minuten.

Die meisten Staus gab es der Bilanz zufolge in Nordrhein-Westfalen (35 Prozent), Bayern (18 Prozent) und Baden-Württemberg (11 Prozent) – gemeinsam machen diese drei Bundesländer etwa zwei Drittel aller Staus in Deutschland aus. Insgesamt nahmen in Deutschland die Behinderungen um vier Prozent zu (723.000 Staus auf 1.448.000 Kilometern).

 

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