DFB-Kapitän bei der Euro 2016 Bastian Schweinsteiger: Löws "Trumpf-Ass"

Pure Freude bei Bastian Schweinsteiger nach seinem 2:0-Treffer gegen die Ukraine. Foto: dpa

Teilzeitarbeiter Bastian Schweinsteiger ist für Joachim Löw "ein Trumpf-Ass, das wir für den weiteren Turnierverlauf noch im Ärmel haben". Das erklärte der Bundestrainer im Interview mit der Sport Bild.

 

Paris - Darin bescheinigte Löw dem 31-Jährigen, der beim 2:0 gegen die Ukraine zum EM-Auftakt als Drei-Minuten-Joker ein Tor erzielt hatte, immense körperliche Fortschritte.

Löw stellte aber auch klar, dass Schweinsteiger weiter langsam an das Team herangeführt werden soll. "Wenn Basti zum Turnierstart nun gleich drei oder vier Spiele am Stück komplett bestreiten würde, wäre er nach dem Achtelfinale vielleicht schon müde", betonte er: "Das hilft niemandem. Mir ist lieber, er macht bei der EM nur vier oder fünf Spiele, die dafür aber auf allerbestem Niveau."

Schweinsteiger akzeptiere, "dass er noch einen Rückstand hat, und kann sich selbst sehr gut einschätzen. Er trainiert zusätzlich und hat die Verletzung unheimlich gut weggesteckt." Der Kapitän mache "im Training einen immer besseren Eindruck und bringt sich gegenüber der Mannschaft unheimlich ein. Basti übernimmt Verantwortung und führt sehr gut. Aus meiner Sicht hat er in dieser Hinsicht noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht."

Vertragsverhandlungen verbittet sich der Bundestrainer

Ob Schweinsteiger im kommenden Jahr noch bei Manchester United spielen wird, spielt für den Bundestrainer derzeit keine Rolle. "Für Transfers ist in diesen Gesprächen nun kein Platz mehr", stellte er klar: "Bastian wird seine Situation mit seinem neuen Trainer nach der Europameisterschaft klären." Der neue Teammanager José Mourinho hat angeblich keine Verwendung für den Deutschen.

Vertragsverhandlungen verbittet sich Löw im Quartier in Evian sowieso. Beraterbesuche sind im Hotel nicht erlaubt. Den Spielern habe er gesagt, "dass ich ihnen immer zur Verfügung stehe, nur über Transfers könnten sie mit mir ab sofort nicht mehr reden." Zudem stellte Löw klar: "Ich möchte von ihnen keine Aussagen mehr zu möglichen Transfers lesen."

 

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