Deutschlands schönster Weitwanderweg Der Schluchtensteig – durch den Naturpark des Südschwarzwalds

Ein traumhafter Ausblick über den Dachsberg. Foto: Schluchtensteig Schwarzwald

Eine Woche idyllische Natur – rauschende Gewässer, grün bemooste Felswände und atemberaubendes Panorama, nicht ohne Grund gehört der Schluchtensteig im Südschwarzwald zu den Top Trails of Germany und erhielt sogar 2011 die Auszeichnung als schönste Weitwanderroute bundesweit.

Auf 119 Kilometern quer durch den Naturpark des Südschwarzwalds gibt es allerhand für Naturliebhaber zu entdecken, von unergründlichen Tobel, märchenhaften Tallandschaften bis zu tosenden Wasserfällen.

Schon von Anfang an warten Abenteuer und jede Menge Sehenswürdigkeiten auf begeisterte Wanderer.Gestartet wird in Stühlingen, ein idyllisches Dörfchen direkt an der Schweizer Grenze. Auf dem Weg zum ersten Etappenziel gibt es neben vielen Landschaftseindrücken auch die Sauschwänzlebahn zu sehen, die den Wanderweg viermal kreuzt. Die Dampfzüge verkehren von April bis Oktober meistens von Donnerstag bis Sonntag. Besonders gut lassen sich die vielen Kehrschleifen, die der Zug überwindet, am Buchberg-Aufstieg beobachten.

Absolutes Highlight ist schon auf der ersten Strecke der untere Teil der Wutachschlucht, die sogenannten Wutachflühen. Wie der Name schon vermuten lässt – Flühen bedeutet Felsen – bietet sich dort ein Anblick aus aufragenden Felstürmen, gigantischen Farnen, bemoosten Steinen und knorrigen Wurzeln.Wer noch genug Energie hat, kann die erste Etappe auch noch um circa sieben Kilometer zur Wutachmühle verlängern. Das vereinfacht sogar die Planung für die nächste Etappe, da der Wanderbus Wutachschlucht die Wutachmühle gut mit der Schattenmühle verbindet.

Auf den folgenden Etappen finden sich unzählige Highlights, wie die Wutachschlucht, den Tanegger Wasserfall, Lotenbachklamm, Schleifenbachfälle, Haslachschlucht, Windbergwasserfall, Hohwehraschlucht und Wehratalschlucht. Bis man schließlich auf der letzten Etappe durch das Todtmoos durch die Wehraschlucht wandert und am Ende in dem Zentrum der Weber- und Textilstadt Wehr ankommt.

Planung ist das A&O

Eine Weitwanderung ist auf jeden Fall ein unglaubliches Erlebnis. Eine Woche lang dem Alltag völlig entfliehen und sich mit der Schönheit heimischer Natur des Südschwarzwalds umgeben.

Allerdings sollte man gerade bei so einem großen Unterfangen vorher ein wenig Zeit in die Planung stecken und sich vorab über die Gebiete erkundigen. Richtiges Schuhwerk in Form von stabilen, knöchelhohen Wanderschuhen mit Profilisohle sind auf dieser Route ein Muss, optional sind auch Wanderstöcke bei den teils doch sehr steilen und rutschigen Abschnitten empfehlenswert.

Zudem sollte stets für genügend Wasser gesorgt sein, da in manchen Bereichen der nächste Rastplatz auf sich warten lässt, um die Wasservorräte aufzustocken. Anfängern wird jedoch eher abgeraten von dieser doch auch sehr anstrengenden Tour. Gerade bei der letzten Etappe in der Wehraschlucht kommt es immer wieder zu Einsätzen der Bergwacht. Hier sollten Wanderer darauf achten, in welchem der acht Sektoren sie sich befinden, damit sie im Ernstfall schnell lokalisiert werden können.

Alle wichtigen Infos auf einen Blick finden sich auf http://www.schluchtensteig.de/.

 

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