Berlin - Im Bundestag gibt es breite Vorbehalte gegen neue Regeln für Organspenden, bei denen jeder bis auf Widerruf als Spender gelten würde. In einer nachdenklichen und sachlich geführten Debatte warnten zahlreiche Abgeordnete fraktionsübergreifend vor Eingriffen in das Selbstbestimmungsrecht und die Menschenwürde auch über den Tod hinaus. Gesundheitsminister Jens Spahn warb dagegen angesichts von rund 10 000 Menschen, die auf Organe warten, für eine Umstellung auf eine solche "doppelte Widerspruchslösung".