Studium wird bevorzugt So wenig neue Auszubildende wie noch nie

Die Zahl der Ausbildungsneuverträge ging im vergangenen Jahr um 0,4 Prozent auf 516 200 zurück. Foto: Patrick Seeger/Archiv Foto: dpa

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts entschieden sich 2015 deutlich weniger junge Menschen für ein duales Studium. Der Grund dafür ist vor allem, dass immer mehr Frauen und Männer studieren wollen.

Wiesbaden - Noch nie haben in Deutschland weniger junge Menschen eine Ausbildung begonnen als im vergangenen Jahr.

Mit 516.200 Frauen und Männern traten 0,4 Prozent weniger eine duale Ausbildung an als 2014, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Gründe sind nach Einschätzung der Statistiker die geringere Zahl der Menschen in der für eine Ausbildung in Frage kommenden Altersgruppe und die höhere Neigung zu studieren.

22.400 Auszubildende weniger als 2014

Noch vergleichsweise stabil zeigte sich das Handwerk, wo die Zahl der Neuverträge nur um 0,2 Prozent zurückging. Im größeren Bereich Industrie und Handel wurden 1,1 Prozent weniger Ausbildungsverträge geschlossen. Mehr neue Auszubildende gab es hingegen bei den freien Berufen oder im öffentlichen Dienst.

Eine duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und enthält neben der betrieblichen Arbeit auch Unterricht in der Berufsschule. Zum Ende des vergangenen Jahres befanden sich laut vorläufigen Zahlen etwa 1,34 Millionen Jugendliche in einer Ausbildung im dualen System. Das waren 1,6 Prozent oder 22.400 weniger als im Jahr 2014.

 

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