ARD und ZDF in der Kritik Gottschalk wettert gegen alte Arbeitgeber und Quoten-TV

Thomas Gottschalk bei einer "Wetten, dass..?"-Ausgabe im Jahr 2007. Foto: dpa/Martin Schutt

Der Entertainer Thomas Gottschalk legt nach eigenen Angaben keinen Wert auf Einschaltquoten im Fernsehen. "Ich freue mich jetzt über die paar Hunderttausend, die mir zuschauen wollen", sagte der 68-Jährige vor dem Start seiner neuen Büchersendung "Gottschalk liest" in einem Interview mit der "Augsburger Allgemeinen".

"Aus meiner Sicht sollten die Öffentlich-Rechtlichen aber viel häufiger einfach sagen: Die Quote geht uns am Arsch vorbei", fügte Gottschalk hinzu.

Quoten: Gottschalk über Kritik an ARD und ZDF

"Dass mir der Bayerische Rundfunk eine Büchersendung zutraut, darauf muss man erst mal kommen", sagte Gottschalk, der am Dienstagabend (19. März, 22 Uhr) im Bayerischen Fernsehen auf Sendung geht. Er selbst habe dem Sender die Idee nahegebracht. Er lese jeden Abend vor dem Einschlafen - gerne Thriller.

Der Entertainer macht sich wenig Hoffnungen, dass mit seiner Sendung massenhaft Zuschauer zu Bücherlesern werden: "Ich habe die Samstagabend-Unterhaltung nicht gerettet, von der ich sehr viel verstanden habe. Also werde ich auch das Lesen nicht retten, von dem ich relativ wenig verstehe." Für ihn stehe der Spaß im Vordergrund, er tue etwas für den Bildungsauftrag der Öffentlich-Rechtlichen und freue sich darauf, den eigenen Horizont zu erweitern.

Neue Sendung für Gottschalk: Konzept seiner Büchersendung

In "Gottschalk liest?" spricht der Moderator vier Mal im Jahr mit Autoren über deren Bücher. Bei der ersten Folge sind Ferdinand von Schirach, Sarah Kuttner und Vea Kaiser dabei. "Ich werde mit Herrn von Schirach nicht anders umgehen als etwa mit einem Justin Bieber", versicherte Gottschalk.

 

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