Der Titan spricht Kahn sagt dem DFB ab – und lobt Sammer

Passionierter Golfer - Oliver Kahn Foto: Bongarts/Getty Images

„Überhaupt nicht daran interessiert!“ Ex-Bayer plant sein Leben derzeit ohne Fußball

 

Bad Griesbach - Am Morgen war er einer der Ersten: Warmspielen fürs Turnier. Auch wenn's bloß ein Charity-Spaß ist: Oliver Kahn nimmt auch so was ernst. Mit Hansi Hinterseer (Handicap 3,1) übte der Ex-Titan (Handicap 5,6) chippen. Nach getaner Tat ließ er mal Druck ab – verbal.
Es waren viele Menschen aus dem Fußball-Business bei Franz Beckenbauers Benefiz-Turnier, und alle redeten über Bayerns Neuen Matthias Sammer – und über den dessen Nachfolger als DFB-Sportdirektor. Ein Job für Kahn? Der beendete alle Spekulationen. „Ich bin überhaupt nicht daran interessiert, derzeit irgendeine Position beim DFB zu bekleiden“, sagte Kahn, „irgendwann kommt vielleicht nochmal der Zeitpunkt, wo ich wieder in den professionellen Fußball einsteige. Ständig werde ich damit konfrontiert, ständig nur auf Fußball reduziert – dabei gibt es so viele schöne Dinge im Leben! Ich bin sehr zufrieden, wie mein Leben derzeit ist. Es ist alles in Ordnung. Man muss sich keine Sorgen machen.“ Na dann.
Fußball sei für ihn „nicht lebensbestimmend“, so Kahn: „Es gibt Wochenenden, da sag ich: 'Ah, du musst mal Ergebnisse gucken.'“ Dennoch sei er auf Höhe der Nachrichtenlage.

Matthias Sammer? „Ist die logische Konsequenz. Er hat alle Fähigkeiten, die man auf dieser Position braucht. Er war ein Typ, der nur sehr schwer verlieren konnte, das ist genau das, was der FC Bayern braucht.“ Die Spieler, die frustriert zum Training kämen, müssten „die negative Energie umdrehen, in Willenskraft verwandeln“. Denn: „Man muss diese Niederlagen irgendwann wegdrücken. Aber seit Barcelona '99 weiß ich, wie lange man das mit sich rumträgt: eigentlich immer.“
 

 

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