Der Schlagerstar im Interview Brachialrock meets Schlager: Rammstein-Sänger liefert Texte für Roland Kaiser

Schlager trifft Brachialrock: Roland Kaiser hat sich für sein neues Album Hilfe von Rammstein geholt. Gleichzeitig will der Sänger wieder stärker bei Frauen punkten.

 

Münster (dpa) – Seit 40 Jahren steht Schlagersänger Roland Kaiser (61) auf der Bühne. Ende Mai erscheint seine nächste Platte mit dem Titel „Seelenbahnen“. Im Interview der Nachrichtenagentur dpa verrät er, warum Prominente wie Maite Kelly und Rammstein-Sänger Till Lindemann für ihn Songtexte schreiben.

Frage: Wird der Gang ins Studie nach so vielen Jahren Routine?

Kaiser: Man glaubt das immer, aber es ist nicht so. Diesmal habe ich mit verschiedenen Autoren zusammengearbeitet. Außerdem hat der Arrangeur durchgehend anders gearbeitet als früher, der denkt poppiger. Also nichts mit Routine.

Frage: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Maite Kelly und Till Lindemann?

Kaiser: Maite hat mich darauf hingewiesen, dass meine Texte sich zuletzt zu wenig an die Frauen gewendet haben. Sie hat mir versichert, dass sie das als Frau besser beurteilen könne als meine männlichen Texter. Sechs Titel auf dem Album kommen jetzt von ihr.

Frage: ...und warum Till Lindemann, der Sänger von Rammstein?

Kaiser: Till und ich mögen uns sehr. Ich habe ihn gefragt, ob er nicht Bock hat, mal was für mich zu schreiben. Er hat mir einen tollen Text geliefert, die Melodie dafür zu schreiben war aber nicht ganz so einfach.

Frage: Neben diesen bekannten Namen hat aber auch eine völlig unbekannte Frau etwas zur Platte beigesteuert.

Kaiser: Mir hat eine Frau 16 Texte geschickt. Sie ist von Beruf Telefonistin. Ich habe sie angerufen und zu ihrer Überraschung gesagt, dass ich zwei Lieder von ihr haben will. Was ich geschickt bekomme, schaue ich mir auch an. Das schlimmste auf der Welt ist, wenn sie etwas ablehnen, was dann später bei anderen ein großer Erfolg wird.

Frage: Ein Wort zu Helene Fischer.

Kaiser: Qualität setzt sich durch. Sie hat sich durchgesetzt und steht jetzt zu Recht da, wo sie ist.

 

0 Kommentare