Der Schauspieler im Interview Simon Schwarz wünscht sich Angela Merkel zum Frühstück

Simon Schwarz bei der Premiere von "Winterkartoffelknödel" am 7. Oktober in München Foto: Constantinfilm.medianetworx.de

Schauspieler Simon Schwarz verrät der leidenschaftliche Wahl-Berliner seine Sektfrühstück-Wunschkandidatin, wie eifersüchtig er selbst ist und nach der wie vielten Einstellung auch der beste "Winterkartoffelknödel" nicht mehr schmeckt.

 

Wer fünf bis sechs Filme pro Jahr dreht, darf getrost als gefragt und fleißig bezeichnet werden: Simon Schwarz (43) ist so ein Schauspieler. In Deutschland bekannt wurde der gebürtige Wiener bereits 1998 mit dem vielfach ausgezeichneten Film "Die Siebtelbauern". Ebenfalls ein großer Erfolg für den erdbeerblonden Wahl-Berliner waren die bisherigen Wolf-Haas-Kriminalromanverfilmungen "Komm, süßer Tod" (2000), "Silentium" (2004) und "Der Knochenmann" (2009). Und auch aus den Film-Adaptionen der urbayerischen Krimis von Rita Falk ist Schwarz nicht wegzudenken. Am Donnerstag (16.10.) startet die Krimikomödie "Winterkartoffelknödel", in der er wieder den Privatdetektiv Rudi Birkenberger gibt. Wie eifersüchtig er selbst ist, verrät er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Sowohl im "Dampfnudelblues" als auch im "Winterkartoffelknödel" bekommen Sie jeweils deftige bayerische Köstlichkeiten von der Oma serviert. Nach der wievielten Einstellung haben die nicht mehr geschmeckt?

Simon Schwarz: Am Anfang freue ich mich immer so über das Essen und es schmeckt immer so gut, dass ich jedes Mal den gleichen Fehler mache und sogar schon bei den Proben zum eigentlichen Dreh richtig esse. Das rächt sich dann natürlich und gegen Ende der Dreharbeiten zu dieser Szene tut es manchmal sogar richtig weh.

Gibt es einen Trick?

Schwarz: Nicht wirklich. Inzwischen bin ich aber schon etwas klüger geworden: Vor diesen Drehs gibt es für mich kein Frühstück mehr.

Apropos, mit welchem Promi hätten Sie gerne mal ein Sektfrühstück?

Schwarz: Mit Angela Merkel und zwar nur wir beide zu zweit fände ich sehr spannend. Mich würde interessieren, wie es so ist mit so viel Druck leben zu müssen. Ich würde sie auch fragen, wie sie sich wachhält, wie oft sie in der Nacht angerufen oder anders gestört wird, wann sie aufstehen muss, wie sie es mit dem Essen macht, ob sie es schafft, auch mal selbst zu kochen, ob und wenn ja, wie sie es schafft, bei ihrem 24-Stunden-Beruf auch mal abzuschalten... Das würde mich alles wirklich interessieren.

Lieber Angela Merkel als Angelina Jolie?

Schwarz: Mit einer umwerfend schönen fremden Frau könnte ich kein Sektfrühstück haben, weil ich mich sofort in sie verlieben und dann wortlos mit offenem Mund vor ihr sitzen würde.

Was macht eine Frau für Sie attraktiv?

Schwarz: Wenn ich auf einer humorvollen Ebene mit ihr kommunizieren kann. Damit meine ich jetzt aber nicht, dass sie mir ständig Witze erzählen soll. Humor ist mir aber auf jeden Fall noch wichtiger als die reine Schönheit. Trotzdem wäre es natürlich gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht auf äußere Attribute schöner Frauen stehe.

Schöne Frauen bedeuten auch Eifersucht. Welche Rolle spielt die bei Ihnen?

Schwarz: Bis zu einem gewissen Grad kann Eifersucht ganz okay sein, um nicht in einen Alltagstrott hineinzukommen. Andererseits ist unberechtigte Eifersucht ein enormer Beziehungskiller. Das funktioniert für mich dann schnell nicht mehr. Wenn Eifersucht erst mal in Wut oder ein eigenartiges Abhängigkeitsverhältnis umgeschlagen ist, kann man keine respektvolle Beziehung mehr leben und sollte sie wohl auch nicht mehr aufrechterhalten.

Sind Sie eifersüchtig?

Schwarz: Hin und wieder. Wenn ich merke, dass andere Männer meine Partnerin toll finden, sie ansprechen und sich vielleicht sogar mit ihr treffen wollen, bin ich schon eifersüchtig. Das sage ich dann aber auch und dadurch hat es sich eigentlich schon wieder erledigt. Eine nicht ausgesprochene Eifersucht ist dagegen schlecht.

Mit Ihrer Ex-Frau haben Sie zwei Kinder. Was haben Sie sich denn ausgedacht, um die beiden vor Schimpfworten zu bewahren?

Schwarz: Ich schimpfe ausschließlich Swahili. Das dürfen die Kinder auch in der Schule nachsprechen. Ich glaube, man darf sogar Polizisten in Swahili beschimpfen, ohne bestraft zu werden. Wenn man das nicht kann, wird es natürlich schwierig... Wir haben eigentlich nur versucht, es zu vermeiden. Wenn dann doch mal was rausgerutscht ist, haben wir es überspielt. Aktuell habe ich das Problem aber nicht mehr, mein Sohn studiert schon und meine Tochter hat auch nicht mehr lange bis zum Abitur.

Sie kommen aus Wien und leben in Berlin.

Schwarz: Das stimmt, wobei ich nur die ersten 16 Jahre in Wien gelebt habe. Dann habe ich einige Zeit in der Schweiz gelebt und bin dann ziemlich bald nach Berlin. Dort lebe ich jetzt seit fast 20 Jahren.

An welcher Stadt hängt Ihr Herz?

Schwarz: Ich bin gerne Berliner, Wien ist aber auch eine tolle Stadt. Trotzdem würde ich eher sagen, dass mein Herz an den Bergen, den Gebirgsseen und dem Alpenvorland hängt. Am schönsten finde ich es in Österreich im Salzkammergut und in Bayern am Chiemsee und am Tegernsee.

Gibt es trotz der vielen Jahre eine österreichische Tradition, die Sie in Berlin pflegen?

Schwarz: Eine Art Tradition ist vielleicht, dass ich mir jedes Jahr das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker anhöre. Mein Sohn hat das inzwischen auch schon übernommen.

 

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